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05.05.2017

Stadträte Josef und Oesterling eröffnen weiteren Teil der Frankenallee

Planungsdezernent Mike Josef (l) und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (r), © Stadt Frankfurt am Main (l), traffiQ/Stefan Krutsch (r)
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Zweiter Bauabschnitt der zentralen Achse im Gallus ist fertiggestellt

(kus) Eines der zentralen Schlüsselprojekte des Programms „Soziale Stadt Gallus“ ist fertiggestellt: Planungsdezernent Mike Josef und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling haben am Freitag, 5. Mai, gemeinsam mit Stadtrat Claus Möbius eine Weltkugel enthüllt und damit symbolisch die neue Gestaltung der Frankenallee im zweiten Bauabschnitt eröffnet.

„Da es dem Gallus an öffentlichen Grün-, Frei- und Spielflächen mangelt, kam der Frankenallee eine ganz besondere Bedeutung im Rahmen des Programms ‚Soziale Stadt‘ zu. Als städtebaulich markante Verkehrsachse mit innenliegendem Grünbereich erschließt sie das gesamte nördliche Gallus“, sagt Planungsdezernent Josef. „Durch die Umgestaltung haben wir nun einen attraktiven Begegnungsraum mit altem Baumbestand geschaffen, der schon jetzt als informeller Stadtteil- und Nachbarschaftstreff genutzt wird.“

Verkehrsdezernent Oesterling ergänzt: „Neben der Erneuerung der Grünanlagen wurden die Bürgersteige erneuert und mit einer neuen Beleuchtung versehen. Die Straße wurde an die Anforderungen als Tempo-30-Zone angepasst, indem Radwege und Ampeln entfernt wurden. An den Kreuzungen wurden Rillen- und Noppenplatten für das Blindenleitsystem eingebaut und die Bordsteine abgesenkt. Das alles erhöht die Nutzerfreundlichkeit und stellt Barrierefreiheit her.“

Die Kernelemente der Umgestaltung umfassen:

- Neugestaltung und Vergrößerung der Kopfpunkte an den Kreuzungen zur besseren Querung,
- Verbreiterung der Wege im Grünstreifen zur Erhöhung der Nutzungsqualität,
- Beleuchtung und neue Sitzgelegenheiten im Grünstreifen,
- Ersatz von dichten, undurchschaubaren Hecken durch blühende Pflanzen,
- Schaffung von neuen Platzflächen, beispielsweise vor der Friedenskirche, an der Quäkerwiese und vor dem Haus Gallus.

Seit dem Jahr 2005 wurden diese Kernelemente als wichtige Konsenspunkte in einem intensiven Bürgerbeteiligungsprozess entwickelt. 2007 bis 2008 wurde der erste Bauabschnitt im Grünstreifen zwischen Schwalbacher Straße und Friedenskirche umgesetzt. Anschließend wurden 2009 und 2010 die Kreuzungsbereiche an der Krifteler Straße und Schwalbacher Straße umgebaut. Das aktuelle Projekt, der zweite Bauabschnitt, wurde am 26. März 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Nach Ausschreibung und Vergabe erfolgte der Baubeginn Anfang November 2015.

Die zwei neu eingebauten unterirdischen Glascontainer können durch die niedrigeren Einwurföffnungen leichter benutzt werden. Sie verursachen weniger Lärm und sind im Gegensatz zu ihren Vorgängern keine Sichtbarriere mehr.

Ein Highlight sind die Gestaltungselemente an den Kopfpunkten: An der Kreuzung Hufnagelstraße wurde eine große Weltkugel aus Granit aufgestellt, auf der die Herkunftsländer der Schüler der Günderrodeschule markiert sind. Auf die benachbarte Schule verweisen auch die fünf großen farbigen Buchstaben aus Beton und Sitzelemente in Form von Satzzeichen. An den weiteren Kopfpunkten finden sich verschiedene farbige Sitzelemente.

Mit dem Bau- und Finanzierungsbeschluss wurde ein Budget von rund 4,1 Millionen Euro brutto festgelegt. Davon entfallen auf die landschaftsgärtnerischen Arbeiten und die Gestaltungselementen zirka 1,2 Millionen Euro und auf die neue Beleuchtung zirka 600.000 Euro. Eine Schlussrechnung liegt noch nicht vor.

Für einen dritten Bauabschnitt von der Friedenskirche bis zum Bahndamm an der Schloßborner Straße wird derzeit die Vorplanung begonnen. Dabei werden die erläuterten Gestaltungsprinzipien weiter entwickelt. Eine Zeitplanung gibt es hierfür derzeit noch nicht.