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30.11.2015

U-Bahn-Station 'Preungesheim': Barrierefreier Betrieb nach Umbau

(pia) Innerhalb von fünf Monaten hat die VGF den barrierefreien Umbau der U5-Endstation abgeschlossen: Seit Betriebsbeginn am Montag, 30. November, fahren die Bahnen wieder bis Preungesheim. Stadtrat Stefan Majer und VGF-Geschäftsführer Michael Budig eröffneten die Station offiziell am 30. November.

Die Modernisierung hatte am 4. Juli begonnen und umfasste die ganze Anlage mit Technikgebäude, drei Gleisen, Weichen sowie einem Seiten- und einem Mittelbahnsteig. Beide sind rund 80 Meter lang und für den künftigen Einsatz von Drei-Wagen-Zügen geeignet. Mit 80 Zentimeter Höhe und Rampen an den Zugängen ermöglichen sie den stufenfreien Ein- und Ausstieg. Im Normalbetrieb werden die U5-Züge den Mittelbahnsteig anfahren, in Spitzenzeiten auch den ebenfalls komplett ausgestatteten Seitenbahnsteig.

Die aus Betonfertigteilen hergestellten Bahnsteige sind modern ausgestattet: insgesamt drei sechsschiffige Wartehallen mit ausreichend Sitzgelegenheiten, Vitrinen für die Fahrgastinformation, Blindenleitsystemen und Fahrscheinautomaten. Wie an den 2013 und 2014 in Betrieb genommenen Stations-Umbauten entlang der Linie U5 sind die mittleren Bahnsteigabschnitte, in dem die U-Bahnwagen halten, die künftig an den gestaffelt hohen Bahnsteig-Sektionen der Stationen „Musterschule“ und „Glauburgstraße“ einen barrierefreien Ein- und Ausstieg möglich machen, auf dem Boden für seh- und gehbehinderte Fahrgäste gekennzeichnet.

Drei Anzeiger für die Dynamische Fahrgast-Information (DFI) sind installiert, nach Montage eines Computers zur Steuerung kann die Anlage in den folgenden Tagen in Betrieb genommen werden.

Bus-Haltestellen im Frühjahr

„Wir sind mit der heutigen Inbetriebnahme ein weiteres Stück auf unserem Weg vorangekommen, die Linie U5 auf ihrer ganzen Länge und für alle Fahrgäste barrierefrei nutzbar zu machen“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer. „Die Anstrengungen und Erfolge von VGF und Stadt bei dem Projekt, das Frankfurter U-Bahn- und Straßenbahnnetz fahrgastfreundlich und barrierefrei zu machen, sind hier einmal mehr gut zu sehen.“ Während der Bauzeit hatte die VGF einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Sigmund-Freud-Straße und Preungesheim eingerichtet. Auch darauf ging der Stadtrat ein: „Danke für die Geduld und das Verständnis aller, die direkt vom Baugeschehen betroffen waren.“ Den Neubau der benachbarten Bus-Haltestellen an der Station kündigte Majer für März 2016 an, er wird rund drei Monate dauern.

Gleis- und Weichenbau

Fünf Weichen und insgesamt 550 Meter Gleis – inklusive der Anpassung der Oberleitung – wurden eingebaut beziehungsweise erneuert. „Anders als bei bisherigen U5-Stationen war in Preungesheim ein aufwendiger Gleis- und Weichenbau notwendig, denn die Station hat mit Blick auf eine mögliche Verlängerung der Linie U5 Richtung Frankfurter Berg drei Gleise mit den entsprechenden Weichenverbindungen“, nennt VGF-Geschäftsführer Michael Budig einen Unterschied zu den bisherigen Modernisierungen in Eckenheim und Preungesheim. Trotzdem, so Budig weiter, liegen die Arbeiten im veranschlagten Zeit- und Kostenrahmen: die Gesamtkosten betrugen rund 4,84 Millionen Euro, gefördert wurde der Umbau durch GVFG- und FAG-Mittel mit rund 2,43 Millionen Euro sowie rund 1,5 Millionen Euro aus der Stellplatzablöse.

Acht Stationen modernisiert

Preungesheim ist die achte Station entlang der Linie U5, die die VGF nach Umbau barrierefrei in Betrieb nehmen kann. Im Jahr 2013 wurden die Stationen „Marbachweg/Sozialzentrum“, „Gießener Straße“, „Ronneburgstraße“, „Theobald-Ziegler-Straße“ sowie „Sigmund-Freud-Straße“ modernisiert, im vergangenen Jahr die Stationen „Hauptfriedhof“ und „Deutsche Nationalbibliothek“. Für die Zeit von den Oster- bis in die Sommerferien 2016 sollen die Stationen „Glauburgstraße“ und „Musterschule“ umgebaut werden. Danach wird die VGF moderne U-Bahnen des Typs „U5“ einsetzen.