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05.11.2019

Ruhestand nach mehr als 50 Wahlen: Stadtrat Schneider verabschiedet Wahlorganisator Hans-Joachim Grochocki

(ffm) Mehr als 40 Jahre lang war Hans-Joachim Grochocki an der Organisation von Wahlen in Frankfurt beteiligt. Jetzt tritt der langjährige Leiter der Geschäftsstelle Wahlen und Abstimmungen im Bürgeramt, Statistik und Wahlen in den Ruhestand. „54 Wahlen und Abstimmungen hat er zuverlässig organisiert und dabei auch manche Hürde routiniert gemeistert“, würdigte der für Bürgerservice und Wahlen zuständige Stadtrat Jan Schneider den 65-Jährigen anlässlich dessen Verabschiedung. „Eine solche Kontinuität findet man heute nur noch selten. Langjährige Erfahrung ist aber nur schwer zu ersetzen.“ Schneider betonte, dass Grochocki auch in turbulenten Wahlzeiten mit Souveränität und Ruhe stets den Überblick behalten habe.

In seiner Zeit bei der Stadt Frankfurt hat Hans-Joachim Grochocki unter anderem die technische Modernisierung und den Wandel zur digitalen Datenverarbeitung bei Wahlen mitgestaltet. Bei der ersten Wahl, an der er 1979 mitwirkte, standen noch Papier und Bleistift im Mittelpunkt der Arbeit. Mitte der 80er Jahre wurden dann die ersten Arbeitsplatzcomputer beschafft. Eine große Herausforderung war auch die Umsetzung des geänderten Wahlrechts, das bei der Kommunalwahl 2001 erstmals die Personenwahl mit Kumulieren und Panaschieren ermöglichte und den Aufwand bei der Auszählung erheblich erhöhte. „Herr Grochocki hat den Dampfer Wahlen mit Kompetenz, Erfahrung und Umsicht auch durch unruhiges Fahrwasser geführt“, sagte Waltraud Schröpfer, die Leiterin des Bürgeramts, Statistik und Wahlen. „Sein Ziel war stets die pünktliche und korrekte Durchführung der jeweiligen Wahl ohne Anlass für Wahlanfechtungen.“

Grochockis Nachfolger Stefan Köster hat schon seit einigen Monaten Gelegenheit, sich an der Seite seines erfahrenen Vorgängers auf seine Aufgabe vorzubereiten. Der Aufwand ist enorm: So müssen bei jeder Wahl mehr als 4000 ehrenamtliche Helfer koordiniert werden. Auch steigt die Zahl der Briefwahlanträge, die schon vor dem Wahlsonntag bearbeitet werden müssen, seit einigen Jahren kontinuierlich an. „Für die Demokratie sind gut organisierte Wahlen eine Grundvoraussetzung“, sagte Schneider. „Mit der neuen Leitung der Geschäftsstelle Wahlen und Abstimmungen sind wir hier auch künftig gut aufgestellt.“