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18.10.2019

Internationale Konferenz der Kindermuseen

Junges Museum: Kasse in der historischen Drogerie © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stefanie Koesling
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(ffm) Unter dem Titel „All inclusive! Museums as places for ALL children” wird von Dienstag, 22. Oktober, bis Samstag, 26. Oktober, Europas einzige kinderfokussierte Museumskonferenz stattfinden. Gastgeber der zusammen mit dem Weltverband „Hands On! International Association of Children in Museums“ ausgerichteten Konferenz ist das Junge Museum Frankfurt.

Inhaltlich befasst sich die Konferenz mit der Zielgruppe Familien und Kinder, die als hochdiverse Personengruppen mit höchst unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen die Kultureinrichtung Museum nutzen sowie mit der Frage, wie Museen darauf reagieren können, den Spagat zwischen Bildungseinrichtung und Freizeitort zu meistern und ein für alle inklusiver Ort sein, an dem Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention, die Teilhabe an Kultur, zum Tragen kommt.

Außerdem geht es um Gamefication und digitales Lernen, die neuen Medien im (Kinder-)Museum und – als Reminiszenz an den Austragungsort Frankfurt – die sammlungsbasierte kulturelle Bildung, die auf das Lernen anhand von originalen, authentischen Objekten und Kulturgütern eingeht.

Im Rahmen der Konferenz wird der internationale "Children in Museum-Preis" verliehen. Sieben für den Preis nominierte Museen präsentieren sich und ihre innovativen Konzepte. Der Gewinner wird am Donnerstag, 24. Oktober im Kaisersaal im Frankfurter Römer bekanntgegeben und geehrt.

Das Junge Museum wurde 1972 eröffnet und ist das älteste bestehende Kindermuseum Europas. Es engagiert sich in der internationalen Verbands- und Netzwerkarbeit und trägt damit aktiv dazu bei, das Modell Kindermuseum sowie Vermittlungsangebote für Kinder in Museen zu stärken und international zu verbreiten, den fachlichen Austausch unter Kollegen zu fördern sowie Nachwuchs in der Museums- und Vermittlungsarbeit auszubilden.

Deutschland nimmt in Bezug auf Kindermuseen eine Vorreiterrolle in Europa ein. Zusammen mit dem ersten Kindermuseum in Europa entstanden hier viele Projekte, die die europäische Kindermuseumslandschaft bis heute prägen und auch weit über den Kontinent hinaus bekannt gemacht haben.

Anlässlich der Konferenz wird sich die weltweite Kindermuseums-Community in Frankfurt treffen. Teilnehmer sind Museumsdirektor und Kulturvermittler von Kindermuseen und Museen, die Programme auch für Kinder anbieten. Es werden Kollegen aus über 20 Nationen aus Afrika, Asien, Australien, Europa, Südamerika und den USA erwartet.

Internationaler Austausch ist nicht nur ein Bekenntnis zu Offenheit und Toleranz, das globale Networking ebnet auch den Weg für internationale und überregionale Zusammenarbeit, Projekte und Förderungen.