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17.10.2019

RMV-Aufsichtsratsvorsitzender Feldmann und Stellvertreter Krebs: ,Frankfurt-RheinMain zur Modellregion des Bundes für ein ,1-Euro-Ticket für alle‘ machen‘

Historische Chance für sozial-ökologische Verkehrswende gemeinsam mit dem Land Hessen nutzen

(ffm) RMV-Aufsichtsratsvorsitzender, Oberbürgermeister Peter Feldmann, und sein Stellvertreter, Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs, haben in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gemeinsam erklärt: „Die aktuellen Herausforderungen zum Klimaschutz müssen wir alle gemeinsam annehmen. Das Ziel der Reduzierung der Schadstoffbelastungen und des CO2-Ausstoßes erreichen wir mit dem Umstieg möglichst vieler Menschen auf Busse und Bahnen. Mit seinem Konzept „RMV-Mobilität 2030“ hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund eine strategische Antwort auf die bestehenden Herausforderungen an den ÖPNV in der Region Frankfurt/Rhein-Main formuliert.

Bei einem tragfähigen Modell geht es sowohl um das Ballungszentrum, aber ebenso um die gesamte Region. Dabei sind die Belange des urbanen und ländlichen Raumes gleichermaßen zu berücksichtigen. Die große Zahl der Pendlerfahrten aus dem Umland und sogar Ländergrenzen übergreifend aus Bayern und Rheinland-Pfalz in die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main trägt ein großes Potenzial zur Reduzierung der CO2-Werte. Frankfurt hat täglich 400.000 Einpendler und über 100.000 Auspendler, sodass die Überlegungen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung sowie zur Verkehrswende an Stadtgrenzen nicht enden dürfen. Die Belastung der auf Frankfurt/Rhein-Main zuführenden Bundesautobahnen ist eine der höchsten im Land. Die Stadt Frankfurt als Pendlerhauptstadt Deutschlands und die Region Frankfurt/Rhein-Main sind mit dem RMV aus diesem Grund für ein übergreifendes Modellprojekt zur schrittweisen Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets, also ein Euro pro Tag.“

Feldmann und Krebs machen klar, „dass wir eine Lösung und ein Modell wollen, von dem alle Fahrgäste des RMV bestmöglich profitieren und wir den Umstieg auf Busse und Bahnen tariflich damit so attraktiv wie möglich gestalten können. Unser gemeinsame Ziel ist die schrittweise Einführung des 1-Euro-Tickets für das ganze Verbundgebiet. Wir haben großartige Erfahrungen mit unserem Schülerticket gemacht und setzen mit dem Tarifwechsel die Erfolgsgeschichte mit dem Seniorenticket fort.“

Oberbürgermeister und Landrat erklären gemeinsam, dass die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main mit einem Gesamtkonzept einer nachhaltigen, CO2-sparenden, tariflichen Neugestaltung als Modellregion zur Verfügung steht: „Wir appellieren als Vertreter eines der größten Verkehrsverbünde Deutschlands dafür, dass wir eine gute Lösung für alle Fahrgäste des RMV finden und bieten zugleich unsere Mitarbeit an. Den Weg hin zu einer klimafreundlichen Verkehrswende wollen und müssen wir gemeinsam gehen.“