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17.10.2019

Jüdische Geschichte und Kultur kennenlernen

(ffm) Zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts initiiert Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker gemeinsam mit der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF) Rundgänge zum jüdischen Leben in Frankfurt. Frankfurt am Main wird seit Jahrhunderten von jüdischer Kultur geprägt. Die Mainmetropole gilt als die jüdischste Stadt Deutschlands mit der drittgrößten Gemeinde. Daher gibt es eine Vielzahl an Orten, welche die Verbindung der Stadt mit dem Judentum verdeutlichen und während der Rundgänge besucht werden.

„Unsere Stadt fühlt sich gerade auch aufgrund ihrer großen jüdischen Tradition in besonderem Maße den hier lebenden Jüdinnen und Juden verbunden. Jüdisches Leben war, ist und wird immer ein wichtiger Teil der Identität des gesellschaftlichen Lebens von Frankfurt am Main sein“, betont Kirchendezernent Becker.

Die vier Rundgänge finden mit ausgebildeten und zertifizierten Gästeführern kostenfrei statt. Die Touren starten jeweils auf dem Römerberg an der Tourist Information Römer, wo unter anderem die Bücherverbrennung und der jüdische Oberbürgermeister Ludwig Landmann thematisiert werden, führen am Dom vorbei, wo sich im 12. Jahrhundert das erste jüdische Viertel befand, zur Alten Brücke und weiter zum Jüdischen Friedhof am Museum Judengasse. Dort wird auf Anne Frank und die Familie Rothschild ebenso eingegangen, wie auf das jüdische Frankfurt der Gegenwart.

„Das Interesse an jüdischem Leben in der Stadt zu wecken und stärker zu vermitteln, um so unserer friedliches und weltoffenes Miteinander zu stärken, ist mir ein persönliches Anliegen. Frankfurt am Main ist wie kaum eine andere Stadt international und von verschiedenen Kulturen und Religionen geprägt. Hass, Rassismus und Antisemitismus haben bei uns keinen Platz“, unterstreicht Becker. „Das Engagement gegen Antisemitismus ist dabei nicht zuvorderst die Aufgabe der Jüdischen Gemeinschaft, denn sie ist Ziel und Opfer von Judenfeindlichkeit. Wir alle müssen uns für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus in unserer Stadt engagieren.“ Kirchendezernent Becker hat bereits Anfang des Jahres die Initiative „Für jüdisches Leben in Frankfurt und gegen Antisemitismus“ ins Leben gerufen. Hierzu wurden mehrfach Plakate im gesamten Stadtgebiet aufgehängt. Das Plakat verdeutlicht, dass jüdisches Leben nach Frankfurt am Main gehört, hier eine lange und große Tradition besitzt und jede Art der Judenfeindlichkeit nicht geduldet werden darf. Die Rundgänge, die vor dem Hintergrund des Anschlages in Halle entstanden, ergänzen diese Initiative.

Die Termine für die Rundgänge sind am Sonntag, 20. Oktober um 15.30 Uhr, Montag, 21.Oktober um 16 Uhr, Dienstag, 22.Oktober um 16 Uhr und Donnerstag, 24.Oktober um 16 Uhr. Am Sonntag, 20.Oktober, wird Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker den eineinhalb Stunden dauernden Rundgang begleiten. Da die Teilnehmerzahl auf 24 Personen begrenzt ist, müssen die Rundgänge im Voraus gebucht werden. Die Rundgänge sind ab dem 17. Oktober um 12.00 Uhr unter http://www.frankfurt-tourismus.de buchbar.