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12.08.2019

Stipendiatinnen für das Künstler Austauschprogramm mit Tel Aviv ausgewählt

Postcard from Tel Aviv, Videocollage von Hinda Weiss, 2015, © Hinda Weiss
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Das Artist-in-Residence Programm AIR-Frankfurt findet dieses Jahr erstmalig mit dem Kunst-Zentrum ARTORT Tel Aviv statt

(ffm) Die Frankfurterin Katharina Schücke wird als erste geförderte AIR_Frankfurt Künstlerin für drei Monate in Tel Aviv leben und dort im Kunst-Zentrum ARTPORT arbeiten. Im Gegenzug kommt Hinda Weiss aus Tel Aviv zu basis nach Frankfurt. Die beiden Künstlerinnen werden finanziell gefördert sowie mit eigenen Wohnateliers und bei der Umsetzung eines Abschlussprojektes unterstützt. Während ihrer Aufenthalte haben sie die Möglichkeit, an ihren Werken zu arbeiten und sich international zu vernetzen. Wie auch basis in Frankfurt legt ARTPORT in Tel Aviv einen Fokus auf den engen Austausch und die intensive Betreuung der Stipendiatinnen.

Kulturdezernentin Ina Hartwig gratuliert den beiden Künstlerinnen: „Dieses einzigartige Programm ermöglicht künstlerischen Austausch und verbindet damit Kulturen. Ich wünsche Katharina Schücke und Hinda Weiss eine inspirierende Zeit, spannende Begegnungen und viele wertvolle Erfahrungen für ihr künstlerisches Schaffen.“

Die Frankfurter Künstlerin Katharina Schücke ist Absolventin der Städelschule und Teil des Künstlertrios HazMatLab. In ihren Arbeiten experimentiert sie mit unterschiedlichen Materialien wie Lack, Schleim oder Kristallen und fertigt Fotocollagen an. „In letzter Zeit habe ich intensiv mit dem Kollektiv HazMatLab gearbeitet. Das war eine sehr produktive Zeit zu dritt“, sagt Katharina Schücke. „In Tel Aviv möchte ich mich wieder verstärkt auf meine eigenen Ideen und Ansätze konzentrieren – HazMatLab kommt hoffentlich für einen Besuch in Tel Aviv vorbei“. Schückes Arbeiten wurden unter anderem in Deutschland, China, New York und Südkorea ausgestellt.

Aus Israel wird Hinda Weiss für drei Monate nach Frankfurt kommen. Weiss ist Fotografin und Videokünstlerin aus Tel Aviv und New York. In ihren Video, Bild- und Soundinstallationen entstehen Landschaftskompositionen, die mit lokalen Geschichten aufgeladen sind. Orte und Zeiten verschmelzen in ihren Werken mit nicht existierenden, aber sehr vertrauten Umgebungen. Hinda Weiss Werke wurden unter anderem im Israel Museum in Jerusalem und Palais de Tokyo in Paris ausgestellt. Die Künstlerin wird während ihres Frankfurt-Aufenthaltes im Programm der Jüdischen Kulturwochen (27. Oktober - 17. November) vertreten sein.

AIR_Frankfurt fördert den internationalen Austausch zwischen Frankfurt und aufstrebenden Kunstszenen weltweit und wird durch das Kulturamt Frankfurt, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und das Referat für internationale Angelegenheiten (RIA) gefördert. Das RIA setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der kulturellen Zusammenarbeit mit den Frankfurter Partnerstädten. Neben Kooperationen mit Kunstinstitutionen in Antwerpen, Helsinki, Strasbourg, Seoul und Kuala Lumpur, konnte das seit 2011 in der Partnerschaft Tel Aviv etablierte Kunst-Zentrum ARTPORT in diesem Jahr als neuer AIR_Frankfurt Partner hinzu gewonnen werden.

„Das Austauschprogramm AIR_Frankfurt ist in Frankfurt einzigartig und kommt jungen bildenden Künstlern zugute. Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, dass nun auch Tel Aviv als eine kulturell besonders interessante Partnerstadt Frankfurts in das Programm einbezogen wird, um den künstlerischen Austausch und die Partnerschaft im Allgemeinen zwischen beiden Städten zu stärken“, begründet Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, sein Engagement.

Das Artist in Residence Programm wird von der Stadt Frankfurt jährlich mit 46.000 Euro gefördert. Weitere Infos gibt es unter http://basis-frankfurt.de/de/airfrankfurt im Internet.