Logo FRANKFURT.de

08.08.2019

Mieterstrom aus Sonnenenergie

Oberbürgermeister Peter Feldmann (M), Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach (l) und ABG-Geschäftsführer Frank Junker (r) mit einem Photovoltaik-Modul vor den Wohnhäusern in der Nebeniusstraße im Riederwald, 8. August 2019, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel
Dieses Bild vergrößern.

(ffm) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat sich als Aufsichtsratsvorsitzender von ABG und MAINOVA am Donnerstag, 8. August, in der Nebeniusstraße über die Kooperation von Mainova und ABG Frankfurt Holding zum gemeinsamen Ausbau des Mieterstroms aus Sonnenenergie. Er freute sich: „Seit 2015 haben die beiden Unternehmen zusammen schon rund 160 Photovoltaik-Anlagen mit 3,7 Megawatt Leistung errichtet.“

Die Photovoltaik-Module (PV) erzeugen zusammen 3,4 Megawattstunden Ökostrom im Jahr. Dies entspricht dem Bedarf von rund 1000 Haushalten. Die umweltfreundliche Erzeugung von Strom aus der Kraft der Sonne spart im Jahr 1650 Tonnen CO2. In den AktivPlus-Häusern der ABG in Riederwald testet Mainova darüber hinaus den Betrieb eines Batteriespeichers in Verbindung mit dem PV-Mieterstrom.

Oberbürgermeister Peter Feldmann fügte hinzu: „Mainova und ABG tragen mit dem gemeinsamen Ausbau des Mieterstroms aus Sonnenenergie in Frankfurt aktiv zum Klimaschutz und zur Erreichung unserer städtischen Klimaschutzziele bei. Die Wohnungswirtschaft hat mit ihrem großen Gebäudebestand eine Schlüsselrolle für die urbane Energiewende. PV-Mieterstrom trägt dazu ideal bei: Denn der umweltfreundliche Strom vom Dach wird auch vor Ort verbraucht. Davon profitieren der Klimaschutz und die Mieter. Sie erhalten dadurch erstmals die Möglichkeit, am zukunftsweisenden Umbau der Energieversorgung zu partizipieren.“

Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach erklärte: „Mainova engagiert sich dafür, den umweltfreundlichen PV-Strom für die Mieter verfügbar zu machen und weiter auszubauen. Als Marktführer bei PV-Mieterstromanlagen nehmen wir dabei deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein. Dies ist auch der guten Zusammenarbeit mit der ABG Frankfurt Holding zu verdanken, mit der wir drei Viertel unserer Mieterstromprojekte umgesetzt haben. Mit insgesamt über 200 PV-Mieterstromanlagen verfügt Mainova inzwischen über eine installierte Gesamtleistung von rund fünf Megawatt.“

„Wir unterstützen die Energiewende tatkräftig, wie die AktivPlus-Häuser in der Nebeniusstraße beispielhaft zeigen. Der emissionsfreie Mainova-Mieterstrom vom eigenen Dach passt in das energetische Gesamtkonzept unseres Unternehmens besonders gut. Insgesamt bewährt sich die Kooperation zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung mit Mainova als starkem Partner. Dazu gehört als ein Baustein auch der Ausbau der PV-Anlagen. Gleichzeitig profitieren unsere Mieter von einem günstigen Ökostromangebot“, betonte ABG-Geschäftsführer Frank Junker.

Mainova pachtet die Dachflächen von der ABG und plant, installiert, finanziert und betreibt die Photovoltaikanlagen aus einer Hand. Dies beinhaltet auch Vertrieb, Messung, Bilanzierung und Abrechnung. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Mieter, denn Mainova trägt die komplette Investition. Die Verbraucher erhalten den vor Ort erzeugten Ökostrom auf Wunsch direkt von Mainova. Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt mit 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch spart auf diese Weise über 100 Euro gegenüber dem Grundversorgungstarif.

Der umweltfreundlich vor Ort erzeugte und verbrauchte PV-Strom entlastet darüber hinaus die öffentlichen Netze und es entstehen keine Verluste durch den Transport des Stroms. Wird mehr benötigt als die PV-Anlagen produzieren, übernimmt das öffentliche Netz jederzeit die Versorgung. Kunden, die den Mainova-Mieterstromtarif beziehen, erhalten in diesem Fall ebenfalls regenerativ erzeugten Ökostrom aus Wasserkraft. Umgekehrt wird nicht verbrauchter PV-Strom in das Netz eingespeist.