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12.02.2019

Wiederholungstäterinnen im 18. Jahrhundert

Logo Institut für Stadtgeschichte, © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
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Frankfurter Kriminalgeschichte(n) im Institut für Stadtgeschichte

(ffm) Am Montag, 18. Februar, nimmt die Historikerin Jeannette Kamp „Wiederholungstäterinnen in Frankfurt im 18. Jahrhundert“ in den Fokus. Mit ihrem Vortrag setzt die an der Universiteit Leiden in den Niederlanden lehrende Wissenschaftlerin die Reihe „Frankfurter Kriminalgeschichte(n)“ fort, die die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet.

Die Strafpraxis im 18. Jahrhundert war in hohem Maße von Ausgrenzung bestimmt. So war der Stadtverweis die am häufigsten verhängte Strafe, insbesondere für Fremde. Allerdings kehrten vor allem Frauen illegal in die Stadt zurück. Die zeitgenössischen Justizbeamten charakterisierten den Urfehdebruch als typisches „Frauendelikt“. Die Forschung interpretiert es heute oft als Zeichen weiblicher Abhängigkeit.

Frauen waren mehr als Männer auf die ökonomischen und sozialen Netzwerke in der Stadt angewiesen. Quellenanalysen machen aber auch deutlich, dass die illegale Rückkehr nach Frankfurt in vielen Fällen nicht nur Zeichen der Abhängigkeit war, sondern eine Fortsetzung schon länger bestehender Wanderungsmuster. Der Vortrag stellt Lebensläufe und kriminelle Karrieren dieser „urbrüchigen“ Wiederholungstäterinnen vor und zeigt, welchen Platz die Mainmetropole in ihrem Leben einnahm.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Für Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte ist der Eintritt mit Ausweis frei. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Aktuelle Informationen unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de und http://www.geschichte-frankfurt.de sowie auf http://www.facebook.com/isgfrankfurt und http://www.twitter.com/isg_frankfurt .