Logo FRANKFURT.de

08.02.2019

Wohnungsbau stärkt Entwicklung in Griesheim-Mitte

Stadtrat Jan Schneider, Porträt, © Foto: Alexander Paul Englert
Dieses Bild vergrößern.

Magistrat beschließt die Vergabe von Erbbaurechten

(ffm) Der Magistrat hat einen weiteren Schritt zur Quartiersentwicklung in Griesheim-Mitte beschlossen. Auf einem städtischen Areal zwischen Froschhäuser Straße und Ahornstraße werden, wenn auch die Stadtverordnetenversammlung der Vorlage von Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider zustimmt, Erbbaurechte für 28 Reihenhäuser vergeben. „Damit stärken wir das Wohnen im Stadtteil und ermöglichen attraktive Immobilienangebote für Familien“, sagt Schneider. „Zugleich setzen wir damit ein Projekt des Stadtumbaus in Griesheim-Mitte um“, ergänzt Planungsdezernent Mike Josef.

Im Oktober 2016 ist der Stadtteil Griesheim-Mitte als Förderstandort in das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen aufgenommen worden. Unter dem Einsatz von gewährten Fördermitteln sollen in den nächsten Jahren konkrete städtebauliche Projekte und Maßnahmen vor Ort umgesetzt und damit die Grundlage für einen lebenswerten Stadtteil mit eigener Identität geschaffen werden.

Basis für den Stadtumbauprozess in Griesheim-Mitte ist die Erarbeitung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), das ausgehend von einer Bestandsanalyse alle Maßnahmen und Projekte benennen wird, die während der Gesamtlaufzeit des Programmes bis voraussichtlich 2032 umgesetzt werden sollen. In enger Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und den verschiedenen lokal ansässigen Akteuren soll das ISEK bis zum Sommer 2019 erstellt und zusammen mit der förmlichen Festlegung des Stadtumbaugebietes von der Stadtverordnetenversammlung im Herbst 2019 beschlossen werden.

Dem laufenden Stadtumbauprozess vorausgehend hat die Stadtverordnetenversammlung bereits im Jahr 2014 das Städtebauliche Entwicklungskonzept Griesheim nördlich der Bahn beschlossen. Ziel ist es, mit einer Neuordnung der Grundstücke den Stadtteil aufzuwerten. Unter anderem sollen Gewerbebetriebe verlagert und die Wohnnutzung gestärkt werden. Die Inhalte und identifizierten Projekte des beschlossenen Konzepts fließen unmittelbar in die Erstellung des ISEK zum Stadtumbauverfahren ein und sollen nun mittels gewährter Fördergelder zügig umgesetzt werden.

Der aktuelle Magistratsbeschluss trägt dazu bei, diese Ziele umzusetzen. Auf dem städtischen Areal zwischen Froschhäuser Straße und Ahornstraße, auf dem sich zwei Bolzplätze befinden, wird der Bau von Reihenhäusern und Wohnungen im Geschosswohnungsbau ermöglicht. Im Gegenzug entstehen eine neue Grünflächen und Sportanlage südlich der Ahornstraße auf einem Grundstück, das bisher in Privateigentum war und für den Autohandel genutzt wurde. Somit wird auch die Fußwegeverbindung von der Mainzer Landstraße bis zur Lärchenstraße in einem neu gestalteten Grünzug fortgeführt. Möglich werden die neuen Nutzungen, weil in einem Umlegungsverfahren die Eigentumsverhältnisse bei mehreren Grundstücken neu geordnet wurden.

Das für den Wohnungsbau vorgesehene rund 6700 Quadratmeter große Grundstück wird von einem privaten Bauträger, mit dem die Stadt einen Verpflichtungsvertrag schließt, baureif gemacht und erschlossen. Das Unternehmen wird 28 Reihenhäuser und 10 Wohnungen im Geschosswohnungsbau verkaufen. Der Energiestandard ist um mindestens 30 Prozent besser als es die aktuell gültige Energieeinsparverordnung vorgibt. An die Erwerber der 28 Reihenhäuser wird die Stadt einzelne Erbbaurechte vergeben. Die 10 Wohnungen im Geschosswohnungsbau werden von dem Unternehmen direkt schlüsselfertig, inklusiv Grundstücksanteil, veräußert. Um insbesondere auch Immobilienangebote für Familien in Griesheim-Mitte zu ermöglichen, ist eine städtische Förderung aus dem „Wohneigentumsprogramm – Neubau“ der Stadt Frankfurt möglich.