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21.09.2018

Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan ‚Am Römerhof‘ gefasst

Bebauungsplan Nr. 919 'Am Römerhof', Ausschnitt, © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main
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Magistrat nimmt wichtige Hürde zum Bau von bezahlbaren Wohnungen: 2.000 neue Wohnungen im „Römerhof-Quartier“

(ffm) Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag, 21. September, dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 919 „Am Römerhof“ zugestimmt. Damit werden – nach Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung – die planungsrechtlichen Grundlagen für ein neues lebendiges Quartier geschaffen. „Hier soll ein komplettes Stadtviertel entstehen - mit einer gemischten Nutzung, viel Grün drumherum, wohnungsnahen Läden zur Nahversorgung in den Erdgeschossen, einer Grundschule und einem Gymnasium, mehreren Kitas und einem zentralen Platz für Wochenmärkte und andere Veranstaltungen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „An dieser Stelle möchten wir im Sinne der europäischen Stadt Blockrandstrukturen mit großzügigen begrünten Straßenräumen und ruhigen Innenhöfen schaffen. Die Straße Am Römerhof wird die zentrale Zufahrtsstraße werden und als Boulevard ausgestaltet. Dabei streben wir eine städtebauliche Dichte sowie großzügige Straßenräume an, die tatsächlich Urbanität und städtisches Leben schaffen.“

Stadtrat Josef weist darauf hin, dass es sich um ein großflächiges Konversionsprojekt handelt. Es werden also keine bislang unbebauten grünen Flächen bebaut, sondern die dortigen Nutzungen peu à peu umstrukturiert. „Außerdem sollen 30 Prozent, oder – wenn die ABG baut – 40 Prozent der Flächen als geförderter Mietwohnungsbau errichtet werden: Zudem werden bis zu 15 Prozent der Flächen für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen zur Verfügung gestellt. So garantieren wir die Vielfalt der Wohnformen und schaffen vor allem bezahlbares Wohnen im geförderten und frei finanzierten Bereich“, sagt Josef.

Der Geltungsbereich umfasst eine Fläche von circa 29 Hektar. Das Plangebiet liegt südlich des Rebstockparks unterhalb einer Kleingartenanlage. Es umfasst die gewerblichen Nutzungen entlang der Straße Am Römerhof sowie Sportflächen und den Omnibus-Betriebshof sowie den Gebrauchtwagenhandel südlich der Straße. Heute besteht hier ein typisches Gewerbegebiet, das durch Kfz-affine Nutzungen geprägt ist, wie dem Omnibus-Betriebshof der VGF, der Zulassungsbehörde, dem TÜV Hessen, dem Service-Zentrum „Rund ums Auto“ des Ordnungsamtes oder dem Fernreiseunternehmen Touring. Die Versiegelung der Baugrundstücke ist erheblich. Die durch die Neuplanung wegfallenden Gewerbeflächen werden im Rahmen der Fortschreibung des Gewerbeflächenentwicklungsprogramms ausgeglichen.

„Wir möchten den städtischen Omnibus-Betriebshof innerhalb des Stadtgebietes verlagern, um eine wohnbauliche Entwicklung nahe der Innenstadt gelegenen Areal zu ermöglichen“, führt Planungsdezernent Mike Josef aus. „Durch die Verlagerung können etwa fünf Hektar freigeräumt und zum Wohnen genutzt werden. Die Bebauung der frei werdenden Flächen soll den Auftakt für die Entwicklung des ‚Römerhof-Quartiers‘ mit rund 2.000 Wohnungen bilden. Es ist vorgesehen, das Quartier abschnittsweise zu entwickeln. Perspektivisch soll die Stadtbahn U5 hierher verlängert werden und dazu beitragen, die Straße Am Römerhof zum belebten Rückgrat des Viertels werden zu lassen.“

Das Bebauungs- und Nutzungskonzept für den neuen Stadtteil wird in einem kooperativen Verfahren ermittelt. Ein erster mehrtägiger Workshop in Zusammenarbeit des Instituts für Stadtbaukunst mit dem Stadtplanungsamt hat bereits stattgefunden. Im weiteren Verfahren werden die Bürgerinnen und Bürger in bewährter Weise in die Planung eingebunden werden.

Zu einzelnen Bauabschnitten, Häusern und Plätzen sollen architektonische Wettbewerbe ausgelobt werden, wenn die Flächen konkret zur Bebauung anstehen.

Der Lageplan zum Aufstellungsbeschluss liegt als PDF bei.