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19.09.2018

Planungsdezernent Josef bedauert Absetzung von Bau-Staatssekretär Gunther Adler

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, © Bundesregierung, Foto: Sandra Steins
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‚Schwerer Schlag für Anstrengungen im Bereich bezahlbares Wohnen‘

(ffm) Mit großem Bedauern und tiefer Enttäuschung hat Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, am Mittwoch, 19. September, die Nachricht von der Versetzung des Bau-Staatssekretärs Gunther Adler in den einstweiligen Ruhestand vernommen.

„Die Absetzung dieses ausgewiesenen Fachmanns ist ein schwerer Schlag für unsere Anstrengungen, mehr bezahlbaren Wohnraum in den Großstädten zu schaffen. Adler war in den letzten Jahren der Experte und Ansprechpartner in Berlin für das Thema Wohnen und hat sich mit dem Aufbau des ‚Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen‘ über alle Parteigrenzen hinweg einen Namen gemacht. Ein unprätentiöser Fachmann, dem es immer um die Aufgabe ging und nicht um parteitaktische Spielchen.“

Adlers Expertise war zunächst auch beim zuständigen Fachminister gefragt, der ihn als Staatssekretär für den Bereich Bauen in sein Ministerium geholt hatte. Zudem war Adler mit der Vorbereitung des Wohngipfels am Freitag, 21. September, im Bundeskanzleramt betraut. „Dass ein solcher Fachmann zwei Tage vor dem groß angekündigten Wohngipfel vom Bundesbauminister in den einstweiligen Ruhestand versetzt wird, das ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar“, sagt Josef.

Erst vor zwei Tagen hatte Adler den Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Frankfurt eröffnet, die wichtigste und größte Tagung zu Stadtentwicklung und Wohnen in Deutschland. Der zuständige Bundesbauminister hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.