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23.05.2016

Magistrat gibt Planungsmittel für Hauptbahnhofvorplatz frei

Fahrradparkhaus, Parkhaus und Logistikgebäude vorgesehen

(pia) Die Planungen zur Umgestaltung der Vorplätze des Frankfurter Hauptbahnhof schreiten voran: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat ergänzende Planungsmittel in Höhe von 450.000 Euro freigegeben. „Da im Zuge der Planungsüberlegungen auch die Errichtung eines Fahrradparkhauses sowie eines Park- und Logistikgebäudes an der Poststraße nördlich des Bahnhofsgebäudes für sinnvoll erachtet wurde, ist eine weitergehende Planung notwendig, für die jetzt die erforderlichen Mittel freigegeben wurden“, erläutert Bürgermeister Olaf Cunitz.

Zur Umgestaltung der Hauptbahnhofvorplätze wurde mit der Deutschen Bahn AG bereits in den Jahren 2008 und 2009 ein Ideen- und Realisierungswettbewerb durchgeführt. Die Vorplanung für den zentralen Vorplatz vor dem Hauptportal und den nördlich anschließenden Bereichen wurde 2014 beauftragt. Im Zusammenhang mit einer neuen Gestaltung ist eine Neuordnung des Verkehrs erforderlich, um die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern besser zu berücksichtigen und die Barrierefreiheit herzustellen. An den Kosten hierfür beteiligt sich die Stadt Frankfurt am Main mit insgesamt 10 Millionen Euro. Für die Vorplanung, mit der die Planungsgesellschaft Schneider + Schumacher beauftragt worden ist, hatte der Magistrat zunächst städtische Mittel in Höhe von 500.000 Euro freigegeben.

Um die bisher auf dem nördlichen Vorplatz vorhandenen Stellplätze und Versorgungsbereiche zu ersetzen, soll nun an dem Bahnhofsgebäude ein Park- und Logistikgebäude parallel zum Gleis 24 errichtet werden. In einer Machbarkeitsstudie wurde die räumliche Anordnung entwickelt: Im Erdgeschoss sollen in einem Logistikcenter die Anlieferung und die Entsorgung für den Großteil der Nutzflächen im Hauptbahnhof untergebracht werden. Auf vier Parketagen sollen 200 Stellplätze entstehen. Damit wird vor dem Nordausgang eine Neuordnung der Funktionen wie Fußgängerüberwege, Taxihalteplatz, Parkplätze für die Bundespolizei und für Kurzzeitparker ermöglicht. Nach der Kostenschätzung zu der Machbarkeitsstudie ist von 5 Millionen Euro Baukosten für das Park- und Logistikgebäude auszugehen. Hinzu kommen Kosten für die statische Ertüchtigung der teilweise unter dem Parkplatz liegenden Posthalle und die Erneuerung von Gleisbrücken sowie für die Versetzung von Fahrleitungsmasten und Signalen der angrenzenden Gleise.

Weiterhin liegen eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines Fahrradparkhauses und eine Untersuchung zum Nutzerpotential und zur Wirtschaftlichkeit vor, die mittelfristig die Einrichtung von rund 700 Stellplätzen empfiehlt. Langfristig können sich weitere Nutzerpotentiale ergeben. Ausreichend Platz bietet die ehemalige Posthalle, die unterhalb der Gleise 23 und 24 und der Fläche für das neu zu errichtende Gebäude liegt. Von der Poststraße her ist eine Erschließung über eine Rampe und einen Aufzug möglich. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 500.000 Euro.

Hinsichtlich der notwendigen Neuordnung der Abzweigung Düsseldorfer Straße/Poststraße läuft derzeit eine Verkehrsuntersuchung. Sobald dazu eine Entscheidung der Fachämter vorliegt, soll das gestalterische Konzept angepasst und eine Vorplanungsvorlage erstellt werden.