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08.02.2016

Eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz

Seit 25 Jahren spart das Energiemanagement Geld, Energie und Emissionen

(pia) Seit 25 Jahren besteht das städtische Energiemanagement im Hochbauamt. In diesem Vierteljahrhundert hat die Abteilung enorme Einsparungen bewirkt. Das geht aus einem Bericht hervor, den Bürgermeister Olaf Cunitz jetzt der Stadtverordnetenversammlung vorlegt. „Wir als Stadt nehmen im Hinblick auf den Klimaschutz eine Vorbildfunktion ein“, sagt Cunitz. „In 25 Jahren konnten Einsparungen in Höhe von 238 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Dem stehen Personalkosten, Sachkosten und Energiesparinvestitionen von 62,8 Millionen Euro gegenüber. Damit ergibt sich ein Gewinn für die Stadt Frankfurt von 175,2 Millionen Euro, der mehr als deutlich macht, welchen Wert und welchen Erfolg die Arbeit des Energiemanagements hat.“

Allein in den letzten zehn Jahren konnten gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 insgesamt 95 Gigawattstunden (GWh) Strom, 1.086 GWh Heizenergie, 19 Millionen Kubikmeter Wasser, 572.000 Tonnen Kohlendioxid und 153 Millionen Euro eingespart werden.

Die Abteilung Energiemanagement hat die Aufgabe, Energie- und Wasserkosten für die von der Stadt genutzten Gebäude so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören so unterschiedliche Gebäude wie Schulen, Kitas, Rathäuser, Sportanlagen, Bäder, Feuerwachen, Museen, die Städtischen Bühnen, der Zoo oder der Palmengarten. Um Kosten zu senken, setzt das Energiemanagement auf drei Instrumente: Controlling der Energieverbräuche, Optimierung der Betriebsführung und investive Maßnahmen. In den Jahren 2005 bis 2014 wurden insgesamt 1.022 Einzel-Maßnahmen betreut, die von einzelnen Energie- und Wassersparmaßnahmen bis hin zur energetischen Qualitätssicherung von Neubau und Sanierungen reichen. Dazu gehören auch die Beratung der Bauherrenämter zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und das Monitoring zur Überprüfung der Raumluftkonditionen und der energetischen Zielwerte.

In der Datenbank der Abteilung Energiemanagement sind derzeit 1.094 städtisch genutzte Liegenschaften mit insgesamt 2,4 Millionen Quadratmeter Energiebezugsfläche registriert. Damit erfasst das Energiecontrolling der Rechnungen 67 Prozent der Liegenschaften und 88 Prozent der registrierten Flächen. Ein weiteres Potenzial für Kosteneinsparungen durch das Energiemanagement könnte durch ein flächendeckendes Energiemanagement in allen städtischen Liegenschaften erreicht werden. Dafür müsste das Personal in der Abteilung Energiemanagement von gegenwärtig zehn allerdings um weitere zehn Mitarbeiter aufgestockt werden.

Weiterführende Informationen zur Abteilung Energiemanagement findet sich unter http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de .