Logo FRANKFURT.de

25.01.2016

Konzepte für gemeinsamen Stadtraum werden erarbeitet

Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und Offenbach soll noch enger werden

(pia) Eine noch engere Zusammenarbeit der Städte Frankfurt und Offenbach steht bevor: Das hat der Magistrat der Stadt Frankfurt beschlossen. „Wir werden gemeinsam mit der Stadt Offenbach ein Konzept für die beidseits der Stadtgrenze gelegenen Stadtteile erarbeiten“, berichtet Frankfurts Bürgermeister Olaf Cunitz. „Diesen Projektauftrag wollen wir noch in dieser Wahlperiode den Stadtverordneten in Frankfurt und in Offenbach zum Beschluss vorlegen.“

Logo Urban Land Institute (ULI), © ULI Deutschland
Dieses Bild vergrößern.

Ausgangspunkt ist der Bericht „EIN Stadtraum ohne Grenzen“ des Urban Land Institutes. Die darin aufgezeigten Ansätze sollen verfolgt werden. Zugleich sind die zu erarbeitenden Konzepte mit der Fortschreibung des Masterplans Offenbach und der Erarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Frankfurt abzustimmen. Anschließend sollen diese neuen Konzepte beiden Stadtverordnetenversammlungen zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die Städte Frankfurt und Offenbach haben im Mai 2015 mit dem Urban Land Institut ein Expertenpanel organisiert, das Ideen für eine grenzübergreifende Zusammenarbeit erarbeitet hat. So wurden Strategien für eine gemeinsame zukunftsorientierte Entwicklung über geografische und administrative Grenzen hinweg ausgearbeitet. Nach Einschätzung des Panels aus zehn internationalen Fachleuten lassen sich aus den vielfältigen Eigenschaften und Stärken der beiden Städte wirtschaftliche, soziale und kulturelle Chancen für deren Bürger ableiten.

Bürgermeister Olaf Cunitz, © Stadt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

„Auf der Grundlage der Analyse der Potentiale beider Städte wurden konkrete Flächennutzungsvorschläge sowie kurz- und langfristige Projekte für Wohnen, Verkehr, Umwelt und Wirtschaft benannt“, führt Cunitz aus. „So empfiehlt das Panel, dem Gebiet am Kaiserlei ein neues Image unter dem Namen ‚MainHöhe‘ zu verleihen, um als verbindendes Glied hier ein neues Gemeinschafts- und Identitätsgefühl zu kultivieren. Der öffentliche Raum entlang des Mains sollte aufgewertet und in den Grüngürtel integriert werden. Südlich des Mains könnte ein Stadtpark ein ambitioniertes Projekt darstellen. Zur Realisierung sollte eine separate Entwicklungsgesellschaft gegründet werden.“

Weitere Empfehlungen betreffen die Verbesserung des Nahverkehrs, unter anderem durch eine S-Bahnverbindung vom Offenbacher Hauptbahnhof über den Frankfurter Südbahnhof zum Flughafen, und die Vernetzung der Straßenbahnlinien von Fechenheim und von Oberrad in Richtung Offenbach. Zudem könnten kurzfristige Vorhaben wie ein gemeinsamer Stadtplan das Gebiet für Touristen und Investoren mehr in den Fokus rücken. Eine einheitliche Tarifzone im Rhein-Main-Verkehrsverbund führe zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs, zusätzliche Verbindungen über den Main könnten zu mehr Verbundenheit führen, wie auch eine engere Zusammenarbeit mit den Studierenden der jeweiligen Universitäten.

„Durch neue Impulse und Bündelung von Potentialen kann die Identität und das Vertrauen in eine Metropolregion Rhein-Main für die zukünftige Entwicklung gefördert werden“, sagt Cunitz. „Ein abgestimmtes Vorgehen führt zur gemeinsamen Realisierung einzelner Schlüsselprojekte und stärkt auf diese Weise beide Städte.“