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21.10.2015

Bund-Länder-Programm Soziale Stadt

Bürgermeister Olaf Cunitz, © Stadt Frankfurt am Main
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Ben-Gurion-Ring in Förderprogramm aufgenommen

(pia) „Eine gute Nachricht für den Frankfurter Norden“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz angesichts der Aufnahme des Ben-Gurion-Rings in das Programm Soziale Stadt. Wie das Hessische Ministerium mitteilte, werden im laufenden Jahr sechs neue Standorte in das Städtebauförderprogramm aufgenommen werden. Einer dieser neuen Standorte ist das Gebiet um den Ben-Gurion-Ring in Frankfurt. „Mit der Aufnahme in das Programm haben wir die Möglichkeit, zusammen mit der Wohnungsgesellschaft GWH und gemeinsam mit den Bewohnern die Situation vor Ort zu verbessern“, so Olaf Cunitz.

Die Stadt hatte im Sommer einen entsprechenden Aufnahmeantrag an das Ministerium gesandt. Die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm bietet nun die Chance, die Siedlung städtebaulich zu erneuern, sozial zu stabilisieren, für die Entwicklung der lokalen Ökonomie zu öffnen und die Grundlagen für einen lebenswerteren Stadtteil mit eigener Identität zu legen. Hierfür bedarf es der Bündelung aller verfügbaren Ressourcen, einer intensiven Zusammenarbeit der Stadt mit den Akteuren des privaten und gemeinnützigen Sektors sowie einer umfassenden Einbeziehung der Bürgerschaft.

Die Stadt bekommt für das laufende Jahr 269.000 Euro aus dem Förderprogramm. Durch die Aufnahme in das Programm Soziale Stadt bietet sich die Möglichkeit, auch in den kommenden neun Jahren Anträge auf weitere Fördermittel zu stellen.

Einer der nächsten Schritte wird die Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes unter Einbeziehung der Bewohner sein. Auf der Grundlage einer Bestandsanalyse und -bewertung wird das integrierte Handlungskonzept Ziele und Maßnahmen formulieren, denen jeweils ein finanzieller und zeitlicher Umsetzungsrahmen zugeordnet wird.

Neben der Erstellung des integrierten Handlungskonzeptes werden als weitere nächste Schritte die Ausschreibung einer externen Projektsteuerung sowie Vorbereitung und Durchführung der Beteiligung der Bewohner stehen. In den Gebieten Soziale Stadt in Unterliederbach und im Gallus hat die Stadt sehr gute Erfahrungen mit der kontinuierlichen Beteiligung in Form eines Beirates Soziale Stadt gemacht. Auch für das Verfahren am Ben-Gurion-Ring wird es daher eine dauernde und kontinuierliche Form der Beteiligung geben, deren Struktur möglichst bald abgestimmt und festgelegt werden soll.

Mit der GWH fanden in den letzten Monaten schon intensive Gespräche zur Verbesserung am Ben-Gurion-Ring statt. Die Wohnungsgesellschaft hatte darüber hinaus schon erste konkrete Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung in der Siedlung durchgeführt und im Frühjahr das Stadtteilbüro "WIR am BÜGEL" eröffnet. „Mit der Aufnahme in das Programm Soziale Stadt können wir jetzt den nächsten Schritt einer umfassenden Aufwertung der Siedlung angehen", so Cunitz abschließend.