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28.07.2015

Magistrat hat Bericht zum Lückenschluss der Stadtbahn zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte beschlossen

Trassenvariante 'Ginnheimer Kurve', Ausschnitt, © Geobasisdaten: Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 2015, © Inhalte: Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Stadt Frankfurt am Main
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(pia) Der Magistrat hat sich intensiv mit dem Lückenschluss der Stadtbahn zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte befasst und hierzu verschiedene Trassenvarianten untersucht. Verkehrsdezernent Stefan Majer freut sich, dass die Ergebnisse dieser Untersuchungen nun vorliegen.

Nach diesen Untersuchungen haben sich aus einer Fülle von Ideen zwei Trassenvarianten für den Lückenschluss der Stadtbahn zur Weiterverfolgung herauskristallisiert.

Variante „Ginnheimer Kurve“: Diese Trassenvariante verläuft vom heutigen Endhaltepunkt in Ginnheim über die Platensiedlung zwischen Deutscher Bundesbank und dem Uni-Campus Westend bis zum Anschlusspunkt an der Bockenheimer Warte.

Variante „Europaturm“: Diese Trassenvariante verläuft vom heutigen Endhaltepunkt in Ginnheim ebenfalls über die Platensiedlung, dann aber zwischen dem Europaturm (Ginnheimer Spargel) und der Deutschen Bundesbank über die Rosa-Luxemburg-Straße bis zur Bockenheimer Warte.

Beide Varianten weisen eine hohe verkehrliche Wirksamkeit sowie hohe Nutzenwirkungen auf. Das zeigt eine Potentialstudie, die von der Intraplan Consult GmbH aus München durchgeführt wurde. Hiernach führen die Varianten jeweils zu Fahrgastgewinnen von täglich mehr als 12.000 Personenfahrten. Hauptsächlich sind dies Fahrten, die vorher mit dem Auto durchgeführt wurden. Beide Trassenvarianten verbessern die ÖPNV-Erschließungsqualität für Einwohner, Beschäftigte und Studierende erheblich.

Stadtrat Stefan Majer, © Foto: Albrecht Fuchs
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„Durch den Lückenschluss wird eine zweite, aus gesamtverkehrsplanerischen Gesichtspunkten sehr wichtige Nord-Süd-Verbindung neben der bestehenden Stadtbahnstrecke der U1, U2, U3, U8 möglich gemacht“, erläutert Stadtrat Majer. „Die nördlichen Stadtteile Frankfurts erhalten damit eine weitere, über den Hauptbahnhof geführte Stadtbahnanbindung an die Innenstadt, die damit auch die Stadtbahnstrecke der U1, U2, U3 und U8 entlastet.“

Die Studie befasst sich im Weiteren mit der Abschätzung der Realisierungswürdigkeit beider Varianten und beantwortet die Frage nach den gesamtwirtschaftlich tragfähigen Investitionen. Für die Stadtbahn-Infrastruktur können maximal Investitionen in Höhe von 193 Millionen Euro für die Trasse „Ginnheimer Kurve“ und in Höhe von 174 Millionen Euro für die Variante „Europaturm“ getätigt werden, ohne dass der volkswirtschaftliche Nutzen-Kosten-Indikator den Wert von 1,0 unterschreiten würde.

„Der jetzt beschlossene Bericht zum Lückenschluss bietet die Möglichkeit, sich auf die planerische Weiterverfolgung der beiden Trassenvarianten zu konzentrieren. Außerdem kann die vertiefende Planung die Diskussion um städtebauliche Erweiterungen entlang der Trassen befruchten und so Flächen für die wachsende Stadt gut mit dem öffentlichen Verkehr erschließen“, so der Verkehrsdezernent.