Logo FRANKFURT.de

10.06.2015

Ludwig-Weber-Schule: Behnisch Architekten gewinnen Planungswettbewerb

Neubau der Grundschule Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen, Visualisierung, Ausschnitt, © Behnisch Architekten
Dieses Bild vergrößern.

Wettbewerb zum Grundschul-Neubau in Sindlingen entschieden

(pia) Die Preisträger des Architektenwettbewerbs für den Neubau der Grundschule Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen stehen fest. „Das Preisgericht hat einstimmig den Entwurf des renommierten Architekturbüros Behnisch Architekten aus Stuttgart zur Realisierung empfohlen“, berichtet Bürgermeister Olaf Cunitz. „Ich bin überzeugt, dass damit sowohl unter städtebaulichen und gestalterischen Gesichtspunkten als auch in Hinblick auf Funktionalität und Wirtschaftlichkeit der beste Entwurf ausgewählt wurde.“

Die Stadt Frankfurt plant im Stadtteil Sindlingen einen Ersatzbau für das nicht mehr sanierungsfähige Schulgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 5.000 Quadratmetern. Gebaut werden soll eine neue Grundschule mit Ganztagesbetreuung und einer Turnhalle. Im Sinne einer städtebaulichen Perspektivplanung sollte im Wettbewerb auch eine Erweiterungsoption auf dem Schulgrundstück mit angedacht werden.

Um für diese wichtige Planungsaufgabe den optimalen Entwurf zu finden, wurde im Rahmen des notwendigen Vergabeverfahrens ein europaweiter Wettbewerb ausgelobt. Das Preisgericht unter Vorsitz von Andreas Theilig aus Stuttgart tagte am 8. Juni im Historischen Museum. Um die größtmögliche Objektivität in der Bewertung zu erreichen, wurde eine Jury aus sach- und fachkundigen Preisrichtern gebildet, die die anonym eingereichten Entwürfe hinsichtlich ihrer städtebaulichen Einfügung, ihrer funktionalen und gestalterischen Qualitäten sowie ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilte. Das Preisgericht setzte sich zusammen aus Vertretern der Stadt Frankfurt am Main, mit Bürgermeister Olaf Cunitz und Vertretern des Schul- und des Hochbauamts sowie externen Fachleuten wie Thomas Coelen, der die pädagogischen Qualitäten der Entwürfe beurteilte, und dem Bauökonomen Christian Stoy. Darüber hinaus wurden Sachverständige zur Beratung hinzugezogen.

Die Wettbewerbssieger überzeugten das Preisgericht mit einer frei geformten, terrassierten Schulgebäudelandschaft, die von einem großzügigen Außen- beziehungsweise Pausenbereich umschlossen wird. Die hohe gestalterische Qualität des Entwurfs in Zusammenhang mit einer funktionalen Innenraumorganisation ist um ein „inneres Herz“ modelliert. Die Turnhalle ist selbstverständlicher Bestandteil der Gebäudeskulptur. Diese fügt sich in das städtebauliche Umfeld ein, ist eindeutig als Grundschule erkennbar und wirkt identitätsstiftend. Die Schule hat das Potential zum nachhaltigen „Wohlfühlort“ für Schüler und Pädagogen.

Mit dem 2. Preis wurde die Idee eines Schulgebäudes aus einzelnen Nutzungsclustern des Architektenteams von Wulf Architekten ausgezeichnet. Anerkennungen gingen an vier weitere Büros aus Darmstadt, Stuttgart, Aachen und Köln. Insgesamt hatten sich 174 Architekturbüros aus ganz Europa um die Teilnahme am Wettbewerb beworben. 25 Teilnehmer wurden von einem Auswahlgremium ausgewählt, von denen letztendlich 22 einen Beitrag eingereicht haben.

Bis zum 23. Juni sind Wettbewerbsarbeiten ausgestellt in der ehemaligen Kantine im Untergeschoss des Hochbauamts, Gerbermühlstraße 48. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind: Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 15 Uhr, und Freitag, 8.30 bis 13.30 Uhr.

Um eine Voranmeldung zur Besichtigung der Ausstellung bei Christian Faust unter 069/212-46216 oder 0170/3372018 wird gebeten.