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14.04.2015

200 Wohnungen, eine Kita und eine Grünfläche können entstehen

Bürgermeister Olaf Cunitz, © Stadt Frankfurt am Main
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Stadt ermöglicht weiteres Wohnprojekt in der Bürostadt

(pia) „Mit der Vergabe eines Erbbaurechts an einem städtischen Grundstück können wir die Umstrukturierung der Bürostadt Niederrad zu einem gemischt genutzten Stadtteil weiter voranbringen“, freut sich Bürgermeister Olaf Cunitz. „Weitere 200 Wohnungen, eine Kita und eine Grünfläche können auf diese Weise entstehen.“ Cunitz hat den entsprechenden Magistratsvortrag zu einem Erbbaurechtsvertrag über ein rund 6.558 Quadratmeter großes Teilgrundstück an der Herriotstraße 5 bereits unterzeichnet; eine Zustimmung durch Magistrat und Stadtverordnetenversammlung ist aber noch erforderlich.

Die Erste Adler Real Estate Aktiengesellschaft aus Hamburg verfügt seit 1989 bis zum 31. Dezember 2055 über ein Erbbaurecht an dem insgesamt 13.834 Quadratmeter großen Areal. Das Unternehmen verfolgte zwischenzeitlich das Ziel, eine Teilfläche von 7.276 Quadratmeter zu kaufen und das Erbbaurecht an der Restfläche von 6.558 Quadratmetern der Stadt zurückzugeben. Dem hatte die Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2010 zugestimmt. Doch nun möchte der Investor das Erbbaurecht an der Restfläche doch erneuern, um damit das gesamte Grundstück einer einheitlichen Neubebauung zuführen. Rund 200 Wohnungen sollen entstehen. Dafür wird ein neuer Erbbaurechtsvertrag notwendig.

Ein entsprechendes Bebauungskonzept wurde mit den städtischen Ämtern bereits abgestimmt: Das auf dem Grundstück bestehende Bürogebäude bleibt erhalten, im Erdgeschoss wird eine Kita eingerichtet. Die Freiflächen werden mit mehrgeschossigen Wohngebäuden nachverdichtet. Dabei besteht eine Verpflichtung zur Barrierefreiheit und zur Passivhausbauweise. Im östlichen Grundstücksbereich wird auf Kosten des Investors eine rund 2.200 Quadratmeter öffentliche Grünfläche sowie deren Zuwegung entstehen, die später ein Teil des Grünzuges zwischen der Lyoner Straße im Süden und der Saonestraße im Norden sein wird.

Vorgesehen ist, das Erbbaurecht bis zum 31. Dezember 2113 zu vergeben. Der verhandelte Erbbauzins beträgt 98.370 jährlich. Das entspricht gegenwärtig 15 Euro pro Quadratmeter; der Erbbauzins wird aber alle fünf Jahre nach der Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Damit liegt der Erbbauzins pro Quadratmeter über dem stadtweit üblichen Erbbauzins von 5 Prozent aus dem halben Bodenrichtwert, der in diesem Fall bei 11,25 Euro pro Quadratmeter liegen würde.

„Das Projekt ist daher ein wichtiger Bestandteil unserer geplanten Umwandlung der Bürostadt Niederrad in ein gemischt genutztes Büro- und Wohnquartier“, sagt Bürgermeister Cunitz. „Es geht deutlich voran.“