Logo FRANKFURT.de

06.11.2014

Städtebaulicher Vertrag zum Avaya-Gelände unterzeichnet

Bürgermeister Olaf Cunitz, © Stadt Frankfurt am Main
Dieses Bild vergrößern.

Bauvorhaben im Gallus: Olaf Cunitz schreibt 30 Prozent geförderten Wohnungsbau fest

(pia) Bürgermeister Olaf Cunitz hat für den Magistrat der Stadt Frankfurt einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor des Avaya-Geländes im Frankfurter Gallus unterzeichnet. Der Vertrag zur Regelung der Folgekosten, ausgelöst durch den Bebauungsplan Nr. 905 „Kleyerstraße/Ackermannstraße“, regelt unter anderem, dass 30 Prozent der entstehenden Wohnbaufläche als geförderter Wohnungsbau errichtet werden müssen, hiervon je zur Hälfte im sozialen Mietwohnungsbau und im sogenannten Mittelstandsprogramm.

„Das ist der erste Abschluss eines städtebaulichen Vertrages auf Grundlage unseres Grundsatzbeschlusses, des Magistratsvortrags M9. Dieser sieht vor, dass immer, wenn wir durch die Aufstellung von Bebauungsplänen neues Planungsrecht für Wohnen schaffen, wir 30 Prozent der zusätzlich ermöglichten Wohnfläche als geförderten Wohnungsbau fordern – soweit die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen das zulassen“, erläutert Cunitz.

Der Investor entwickelt die Grundstücke Kleyerstraße 92 und 94 – das sogenannte Avaya-Gelände – in Frankfurt für deren Eigentümer. Die Grundstücke sind Konversionsflächen: Sie wurden bisher gewerblich genutzt und sollen künftig im Wesentlichen für Wohnungen zur Verfügung stehen. Die Stadt erarbeitet hierfür den Bebauungsplan Nr. 905 „Kleyerstraße/Ackermannstraße“. Rund 1.200 Wohnungen für 3.000 Bewohner sollen auf dem Areal entstehen.

Der geförderte Wohnungsbau soll sich gleichmäßig auf die einzelnen Blöcke verteilen. Zusätzlich wird angestrebt, über den geförderten Wohnungsbau hinaus, Wohnraum für Personengruppen mit besonderem Bedarf wie Studierende, Senioren und Menschen mit Behinderung in dem neuen Quartier zu schaffen. Der Investor beteiligt sich außerdem an der sozialen Infrastruktur und errichtet auf eigene Kosten drei Kitas mit insgesamt 14 Gruppen und 226 Plätzen nach städtischen Vorgaben.

Die Herstellung der Kitas ist an die Fertigstellung des Wohnraums gebunden, so dass die Kitaplätze zeitnah zur Errichtung der Wohngebäude zu erfolgen haben. Der Investor wird in Abstimmung mit der Stadt einen geeigneten Betreiber suchen und die Kindertagesstätten für mindestens 20 Jahre zu marktgerechten Konditionen zur Verfügung stellen. Zudem wurde vereinbart, dass er sich finanziell an der Errichtung von Grundschulplätzen, erweiterter schulischer Betreuung sowie an der Anpassung der verkehrlichen Anbindung beteiligen wird.

„Der nun geschlossene Vertrag zeigt, dass es uns ernst ist, Investoren und Bauherren noch stärker an der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu beteiligen. In diesem Fall ist das sehr konstruktiv gelungen. Aber auch bei den Projekten, bei denen die Bedingungen des Grundsatzbeschlusses nicht gelten, ist es immer unser Ziel, geförderten oder mietpreisbegrenzten Wohnraum zu realisieren“, so Cunitz abschließend. „Auch hier konnten wir in der Vergangenheit immer wieder Erfolge erzielen.“