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09.09.2014

VCD Städtecheck 2014: Frankfurt schneidet außergewöhnlich gut ab

Fußgänger auf einem roten Teppich, Illustration zum VCD Städtecheck 2014, © Foto: Markus Bachmann, VCD
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(pia) Die Zahl der verunglückten Fußgänger in Frankfurt hat sich seit 2009 um 5,3 Prozent reduziert. Zudem liegt Frankfurt mit 3,7 verunglückten Personen je 1.000 Personen der Werktagsbevölkerung unter dem Durchschnitt der untersuchten deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Zu diesen Ergebnissen kommt der am Dienstag, 9. September, vorgestellte Städtecheck des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zum Thema Fußgängersicherheit.

„Das gute Ergebnis für die Stadt Frankfurt im VCD Städtecheck freut uns außerordentlich. Es ist das Ergebnis unserer jahrelangen erfolgreichen Verkehrssicherheitsarbeit“, so Verkehrsdezernent Stefan Majer. „Gleichzeitig werden wir es nicht beim gemeinsamen Schulterklopfen belassen. Es dient uns vielmehr noch als Ansporn für die zukünftige Arbeit.“

Bestandteil der Frankfurter Verkehrssicherheitsarbeit sind neben erheblichen finanziellen Investitionen in infrastrukturelle Maßnahmen sowohl präventive als auch repressive Maßnahmen, wenn Anordnungen missachtet werden, die die Verkehrssicherheit gewährleisten (zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen, Halteverbote). Auf diesem Sektor ist insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Straßenverkehrsamt und dem Polizeipräsidium Frankfurt, wie aktuell zum Schulanfang, für Verkehrsdezernent Stefan Majer ein zentraler Baustein der Frankfurter Verkehrssicherheitsarchitektur. Ebenso die Öffentlichkeitsarbeit, die durch innovative und außergewöhnliche Maßnahmen zum Thema „Elterntaxi“ (http://www.schulweg-safari.de) beständig dazu beiträgt, möglichst viele Menschen für Verkehrssicherheitsthemen und Problematiken zu sensibilisieren. Auch über die Grenzen Frankfurts hinaus, denn als Pendlerhauptstadt bewegen sich täglich 335.000 Menschen im Frankfurter Stadtgebiet, die außerhalb Frankfurts zu Hause sind.

Das außergewöhnlich gute Abschneiden beim Städtecheck ist für Verkehrsdezernent Stefan Majer nach dem Erhalt des Verkehrssicherheitspreises 2014 der Unfallforschung der Versicherer (GDV) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und den guten Ergebnissen der Kinderunfallstudie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) vom 17. Dezember 2012 über Unfälle von Kindern im Straßenverkehr, in dem Frankfurt im Vergleich von 15 deutschen Großstädten über 500.000 Einwohnern den dritten Platz belegte, ein weiterer Beleg dafür, dass Politik einen langen Atem benötigt, aber nur auf diesem Wege langfristige Erfolge erzielen kann. Denn wer nur auf kurze Erfolge setze, werde so komplexen Aufgaben wie der Verbesserung der Verkehrssicherheit nicht gerecht.

„Dazu gehört es auch“, so Verkehrsdezernent Majer „in Teilen der Bevölkerung unliebsame Maßnahmen einzuführen. Wie beispielsweise den Ausbau der stationären Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen. Oder die Verdreifachung der Überwachungsintensität durch mobile Geschwindigkeitskontrollen des Straßenverkehrsamtes im Stadtgebiet von 2005 bis 2013 auf 1,5 Millionen kontrollierte Fahrzeuge“.

Für Verkehrsdezernent Majer ist trotz der erzielten Erfolge jeder Unfall ein Unfall zu viel und in den meisten Fällen vermeidbar. Er appelliert daher für die beste aller Verkehrsregeln: „Gegenseitige Rücksichtnahme. Egal wie Sie gerade unterwegs sind!“ Die vollständigen Ergebnisse des Städtechecks 2014 sind unter http://www.vcd.org abrufbar.