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05.09.2014

Neuordnung des bisherigen Rennbahn-Areals steht bevor

(pia) Der Magistrat der Stadt Frankfurt wird in Kürze wichtige Weichenstellungen für die Ansiedlung einer Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf dem bisherigen Rennbahn-Areal treffen. Das teilten Bürgermeister Olaf Cunitz, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Sportdezernent Markus Frank am Freitag, 5. September, vor der Presse mit. „Wir freuen uns sehr, dass einige wesentlichen Meilensteine für die Ansiedlung erreicht werden konnten. Wir leiten die weitere Entwicklung des Areals in die richtige Richtung“, äußerten die drei Magistratsmitglieder.

Der Magistrat wird voraussichtlich am 12. September sowohl über den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, als auch über die Vergabe eines Erbbaurechts an den DFB befinden. Zugleich steht eine Entscheidung über die Zukunft der Frankfurter Hippodrom GmbH an, die bislang das Areal von der Stadt gepachtet hat. Alle drei Beschlüsse bedürfen in der Folge noch der Zustimmung durch die Stadtverordnetenversammlung.

Lageplan des Geländes der Rennbahn, geplantes Areal für die DFB-Akademie südlich der Niederräder Landstraße, © Stadt Frankfurt am Main / AS&P
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Mit der Aufstellung des Bebauungsplans sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung der DFB-Akademie geschaffen werden. Zusätzlich soll auch ein Teilbereich des insgesamt etwa 38 Hektar großen Plangebiets als öffentlich zugänglicher „Landschaftspark“ für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Für den südlichen Bereich des Plangebiets wird der DFB noch im Jahr 2014 einen Realisierungswettbewerb ausloben.
Das Erbbaurecht soll für 99 Jahre vergeben werden, für eine Fläche von 15 Hektar mit einer Option für weitere fünf Hektar. Der kapitalisierte Erbbauzins für 15 Hektar beträgt rund 6,8 Millionen Euro. Bisher war mit der Hippodrom GmbH ein jährlicher Mietzins in Höhe von 36.000 Euro für das gesamte Rennbahn-Areal vereinbart.

Die Stadt wird sämtliche Anteile an der Hippodrom GmbH übernehmen. Die bestehenden Mietverträge werden aufgelöst. Der Magistrat wird außerdem Ideen für die Nutzung des weiteren Areals als „Landschaftspark“ prüfen. Ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung liegt hierfür bereits vor. Eine Sport-, Freizeit- und Erholungsnutzung wird dabei im Vordergrund stehen. Die geschützten vorhandenen Biotope werden erhalten und im Rahmen von Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen weiterentwickelt. In die inhaltliche Ausgestaltung eines entsprechenden Rahmenplans soll die Öffentlichkeit eingebunden werden. Derzeit ist davon auszugehen, dass diese Planungen nach Abschluss des Realisierungswettbewerbes im 2. Quartal 2015 begonnen werden können.

Außerdem hat eine vertiefte Machbarkeitsprüfung stattgefunden, ob und gegebenenfalls wie die Belange des Galopprennsports in eine mögliche zukünftige Nutzung des Areals integriert werden können. Das ist nach Abwägung aller naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen und der vom Renn-Klub formulierten Nutzungsanforderungen nicht möglich. Auch eine weitere Nutzung des Golfplatzes lässt sich auf der Fläche nicht darstellen. Einer öffentlich zugänglichen Nutzung wird hierfür Vorrang gegeben. „Ziel ist weiterhin, dass wir das Areal zum 1. Januar 2016 an den DFB übergeben können. Dafür sind wir auf einem guten Weg“, sagten Heilig, Cunitz und Frank.