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06.05.2014

Neue Gymnasiale Oberstufe kommt ins Gallus

Sarah Sorge, Dezernentin für Bildung und Frauen, © Foto: Katarina Ivanisevic
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Bildungsdezernentin Sorge freut sich über das bildungspolitisch starke Signal

(pia) Die Neue Gymnasiale Oberstufe, die zum Schuljahr 2013/14 in einem Übergangsstandort am Riedberg ihren Betrieb aufgenommen hat, wird in der Krifteler Straße im Gallus ihr endgültiges Zuhause erhalten. Diese Entscheidung haben Bildungsdezernentin Sarah Sorge und Bürgermeister Olaf Cunitz getroffen. Die eingehende Prüfung hat ergeben, dass der dauerhafte Standort der Oberstufe im Zuge einer Neuordnung des Areals rund um das ehemalige Sozialrathaus an der Krifteler Straße realisiert werden kann.

„Dieser Standort ist aus bildungspolitischer Sicht sinnvoll und außerdem gut an den ÖPNV angebunden. Nicht zuletzt ist die Planung auch wirtschaftlich, weil in dem Neubau zudem Platz für zwei Kitas, ein Jugendhaus und einen Eltern-Kind-Treff entsteht“, sagte Sarah Sorge. Bürgermeister Olaf Cunitz erklärt: Die umfangreichen Untersuchungen haben sich gelohnt. Wir haben für die Schüler und das vorgegebene Gelände eine sehr gute Lösung gefunden.“

Eine vom Planungsdezernat beauftragte Studie hatte ergeben, dass auf dem Grundstück zwischen Krifteler Straße, Idsteiner Straße und Frankenallee Neubauten für eine achtzügige Oberstufe sowie Kitas, Jugendhaus und Eltern-Kind-Treff realisiert werden können. Die vorhandene Bebauung wird der Planung zufolge den Neubauten weichen. Die synergetische Nutzung von Mensa, Bücherei und Aula zwischen der neuen Schule und der benachbarten Paul-Hindemith-Schule soll geprüft werden.

Die gymnasiale Oberstufe soll im nördlichen Bereich an Stelle des ehemaligen Sozialrathauses errichtet werden. Nach der Studie könnte hier auch das Jugendhaus integriert werden. Die Kindertagesstätten, so wie der Eltern-Kind-Treff werden nach der Studie im Süden verortet. Sorge betonte, es bleibe dabei, dass die Oberstufe den gesamtstädtischen Bedarf an Plätzen im Bereich der Sekundarstufe II decken werde. „Sie wird keine Oberstufe allein für das Gallus oder die Paul-Hindemith-Schule werden.“ Dennoch bedeute die Standortwahl bildungspolitisch eine auch im Hinblick auf die Entwicklung des wachsenden Europaviertels wünschenswerte Aufwertung des Stadtteils.

Die Neue Gymnasiale Oberstufe hat im August 2013 ihren Betrieb in einem provisorischen Schulgebäude auf dem Riedberg (Gräfin-Dönhoff-Straße) aufgenommen; sie firmiert zurzeit als Dependance der Max Beckmann-Schule. Daneben bietet die Stadt mit dem Friedrich-Dessauer-Gymnasium und der Ernst-Reuter-Schule I noch zwei weitere Oberstufen an.

Anlass für die Gründung war der Mangel an Schulplätzen für die Sekundarstufe II, der erstmals Im Frühjahr 2011 bekannt geworden war. Stadtweit fehlten mehr als 200 Plätze, insbesondere für Schüler von Gesamtschulen und Realschulen. Im September 2011 beauftragte deshalb die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit der Gründung der neuen Schule.

Das pädagogische Konzept orientiert sich insbesondere an den Bedürfnissen Schülern von Gesamtschulen und Realschulen. „Ich freue mich, dass wir dem Wunsch vieler Eltern nach einem passgenauen Bildungsangebot für ihre Kinder jetzt auch im Bereich der Oberstufe gerecht werden können“, so Sarah Sorge. „Unser Ziel muss sein, möglichst viele Schüler zu hohen Bildungsabschlüssen zu führen. Dieser Weg muss nicht zwingend über die klassischen Gymnasien führen“, betonte die Bildungsdezernentin. Sie freue sich auf die Diskussionen zu diesem Thema im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum neuen Schulentwicklungsplan, das am Donnerstag dieser Woche, 8. Mai mit einer Großveranstaltung in der Stadthalle Bergen startet.