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Louise und Stephan von Guaita-Stiftung

Stiftungszweck

- finanz. Unterstützung von Männern, sofern sie in Frankfurt wohnen, christlicher Religion, unverheiratet oder verwitwet und hilfsbedürftig sind.
- finanz. Unterstützung von in Frankfurt lebenden Witwen und Töchtern, sofern sie christlichen Glaubens, unverheiratet oder verwitwet und hilfsbedürftig sind

Erläuterung zum Stiftungszweck

Keine Angaben

Gemeinnützigkeit

Die Gemeinnützigkeit ist anerkannt.

Errichtungsdatum

1846

Antragsmöglichkeit

Bei der Geschäftsführung kann das Antragsformular angefordert werden.

Stifter/in

Louise und Stephan von Guaita

Die Familie Guaita gehörte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert zu den angesehensten und einflussreichsten Familien in Frankfurt am Main. Sie stammte ursprünglich aus dem Dorf Codogna oberhalb von Menaggio am Comer See. Am 24. Februar 1660 wurde Francisco de Guaita erstmals in Frankfurt als Pomeranzenjunge erwähnt. So nannte man damals die aus Oberitalien eingewanderten Südfrüchtehändler, zu denen auch die Brentanos zählten.
1665 gründete Innocentius Guaita († 1697) mit seinem Bruder das Handelshaus Innocentio & Matthäo Guaita, das seine Geschäftsräume im Nürnberger Hof unterhielt. In der streng lutherischen Freien Reichsstadt Frankfurt erregte die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der katholischen Einwanderer den Argwohn der eingesessenen Patrizier. Das Bürgerrecht blieb ihnen daher zunächst verwehrt. Erst im 18. Jahrhundert begannen beide Seiten Zugeständnisse zu machen. Johann Gottfried Guaita (* 1710/11, † 1775), ein ehemaliger Dominikanermönch, konvertierte 1738, erwarb das Bürgerrecht und ließ sich als Privatlehrer, Verfasser von antiklerikalen Streitschriften und Leichenbitter in Frankfurt nieder. Sein Vetter Anton Maria Guaita (* 1721, † 1808) wurde durch Heirat mit der Bürgerstochter Johanna Claudia Monet Frankfurter Bürger, ohne seine Konfession wechseln zu müssen.
Die Familie Guaita erwarb großen Landbesitz vor den Toren Frankfurts, darunter das Landhaus Mainlust, auf dessen Gelände sich heute die Grünanlage Nizza am Mainufer befindet, sowie den Guaitaschen Garten vor dem Eschenheimer Tor.
Bedeutendstes Mitglied der Familie Guaita wurde Georg Friedrich Guaita (seit 1813 von Guaita), der 1822 erster römisch-katholischer Bürgermeister von Frankfurt wurde. Bis 1838 verwaltete er dieses Amt sieben Mal, öfter als jeder andere in der Geschichte Frankfurts.
Die noch heute bestehende Guaitasche Stiftung, eine Versorgungsanstalt für unbemittelte Mädchen und verschämte Arme römisch-katholischen Bekenntnisses und für hilfsbedürftige unverheiratete oder verwitwete Männer über 60 Jahre, geht auf den Kaufmann Stephan von Guaita (* 1772, † 1848, Sohn von Anton Maria Guaita) und seine Frau Catharina Clara geb. Besel zurück.
Letzter Kaufmann in der Familie war der Geheime Kommerzienrat Max von Guaita (* 1842, † 1903).
Nach der Familie Guaita ist die Guaitastraße in Frankfurt-Ginnheim benannt. Die Familiengrabstätte befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

Spenden/Zustiftungen

DKM Darlehenskasse Münster
BLZ 400 602 65
Konto 395 161 00

Stiftungsvermögen

Keine Angaben

Sitz/Geschäftsstelle

Louise und Stephan von Guaita-Stiftung
c/o Caritas-Verband Frankfurt am Main, z. H. Frau Jacobsohn
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt am Main

Ansprechpartner