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Dr. H.u.M. Gundermann Stiftung Frankfurt

Stiftungszweck

Stiftungszwecke sind:

  • Unterstützung des Albert Schweizer Kinderdorf Hessen e.V.
  • Unterstützung in Not geratener alter Menschen im KWA Parkstift Aeskulap Bad Nauheim
  • Unterstützung jugendmusikalischer und jugendsportlicher Aktivitäten
  • Nachwuchsförderung im musischen, naturwissenschaftlichen und sportlichen Bereich in Ausbildung befindlicher Jugendlicher
  • Unterstützung des Förderverein HOSPIZ Bad Nauheim e.V.

Erläuterung zum Stiftungszweck

Keine Angaben

Gemeinnützigkeit

Die Gemeinnützigkeit ist anerkannt.

Errichtungsdatum

15. Mai 2001

Antragsmöglichkeit

Keine Angaben

Stifter/in

Herr Dr. Helmut Gundermann und seine Frau Margit hatten nach einem zufriedenen und arbeitsamen Leben den Wunsch, spätere Generationen im Sinne der Gemeinnützigkeit an dem Erfolg ihres gemeinsamen Wirkens teilhaben zu lassen. Das kinderlos gebliebene Ehepaar traf die Entscheidung eine Stiftung zu gründen, die insbesondere Jugendliche in bestimmten Bereichen wie Musik, Naturwissenschaften und Sport fördert. Eine derartige Stiftung würde ihnen noch zu Lebzeiten die Möglichkeit geben, den Stiftungszweck zu gestalten und auszuführen.

Am 15. Mai 2001 wurde durch den Regierungspräsident in Darmstadt die Dr. H.u.M. Gundermann-Stiftung in Frankfurt genehmigt und eingetragen.

Der Lebenserfolg und die Lebensgrundsätze der Stiftungsgründer sind die Säulen der Stiftung. Die nachstehende Lebensschilderung von Frau und Herrn Dr. Gundermann soll zur Verdeutlichung dienen. Herr Dr.rer.nat. Helmut Gundermann ist Jahrgang 1923, in Frankfurt geboren, die Eltern waren Frankfurter und die Großeltern aus dem Vogelsberg und Schwaben. Die Lebenssituationen nach dem Abitur 1941 waren auch bei ihm die in der Kriegszeit üblichen: Arbeitsdienst, Russland, Luftwaffe (Flugausbildung), Offizierslaufbahn in der Militärschule Dresden/Klotsche, Ablösung bei der Jagdfliegerausbildung, Versetzung zur Division Hermann Göring, Verwundung beim Rückzug in Ostpreussen 1944, wieder zurück an die Front, amerikanische Gefangenschaft an der Elbe, mit schwerer Krankheit über englische Gefangenschaft und Lazarett, dann in Heide (Schleswig-Holstein) entlassen. Mit viel Glück trifft er im August bei seinen Eltern in Alsfeld/Oberhessen ein. Sein Traum vom Flugzeugingenieur war zu Ende. Der Vater, im Pharmagroßhandel tätig, riet zum Apotheker. Das notwendige Praktikum wurde in der privilegierten Hofapotheke in Lich absolviert.

In dieser Zeit kam Frl. Margrit Hannig in sein Leben. - Zahnarzthelferin, später Ausbildung als Buchhalterin und in diesem Beruf tätig. 1927 in Heilbronn geboren, erlernte sie zunächst den Beruf der Zahnarzthelferin. Später erfolgte eine weitere Ausbildung als Buchhalterin. In diesem Berufsfeld war die zukünftige Ehefrau von Dr. Gundermann insbesondere in späteren Jahren an der Seite ihres Mannes erfolgreich tätig.

Margrit und Helmut Gundermann heirateten am 22.12.1951. Zuvor beendete Dr. Gundermann 1951 das Studium der Pharmazie in Freiburg und kehrte dann nach Frankfurt zurück. Dort war er zunächst für ein halbes Jahr in der Frankenapotheke beschäftigt mit dem Ergebnis, zu jung und ungeduldig für die Offizintätigkeit.

Einem Angebot der Firma Hoffmann-La Roche Basel/Grenzach folgend, ergab sich nach betriebsinterner Ausbildung und Schulung eine achtjährige Tätigkeit in der Klinischen Prüfung an der Uni Marburg und Gießen, sowie an den Kliniken Fulda/Kassel/Wetzlar und Siegen. In diesem Zusammenhang bot sich eine Gelegenheit am Botanischen Institut in Gießen über Pflanzen-Physiologie zu promovieren.

Inzwischen waren Herr und Frau Gundermann nach Gießen verzogen.

Änderungen im Management und in den Aufgaben bei Hoffmann-La Roche waren der Grund 1959 zur Eröffnung der Holzhausen Apotheke in Frankfurt. Hier ergab sich die Gelegenheit eine eigene Pharmaproduktion zu beginnen. Nun war der frisch promovierte Apotheker wieder zur Technik zurückgekehrt.

1968 wurde die Firma UNIONPACK Industrielle Lohnverpackung gegründet, die Apotheke wurde an seine Mitarbeiterin verkauft. Dieses Unternehmen wuchs zu dem viertgrößten dieser Art in der Bundesrepublik heran. Gegen Ende des Arbeitslebens von Dr. Gundermann und seiner Frau Margrit waren 220 Mitarbeiter in der Unionpack beschäftigt. Viele Entwicklungen von Verpackungstechniken führten zu erfolgreichen Patenten. Auf all diesen Wegen begleitete Frau Gundermann ihren Mann in leitender Buchhaltungsarbeit, stand ihm mit geschickter Beratung und als fürsorgliche Hausfrau zur Seite.

Nicht immer war Dr. Gundermann tagsüber in der Firma oder abends zu Hause. Tätigkeiten an einer Berufsschule in den sechziger Jahren, Handelsrichter beim Landgericht in Frankfurt, Mitarbeit im Vorstand der Landesapothekerkammer Hessen sind Beispiele für sein Engagement über seine Aufgaben als Firmeninhaber hinaus. All das wurde von Frau Gundermann unterstützt und erfolgreich begleitet.

Durch einen Risikogewaltakt, guten Beratern und guter Performance bei den Banken, erwarb Dr. Gundermann 1977 eine große Immobilie in Frankfurt und später auch in Groß-Zimmern. Durch solide Immobilienverwaltung mit Hilfe bester Berater wurde damit das Vermögen der Eheleute geschaffen, das nun auch die finanzielle Basis der Stiftung ist.

Bereits in den siebziger und achtziger Jahren gelang es leitende Mitarbeiter der Unionpack als Mitgesellschafter in die Verantwortung zu ziehen und daraus einen zweiten Geschäftsführer zu etablieren. 1994 übergaben die Eheleute die Unionpack und 1998 die Liegenschaften an die nachfolgende Generation. In diesem Jahr erfolgte auch der Umzug nach Bad Nauheim in das Parkstift Aeskulap. Auch hier engagiert sich Herr Dr. Gundermann in gewohnter ehrenamtlicher Weise. Mittlerweile wurde er von den Bewohnern des Aeskulap bereits zum drittenmal in den Beirat des Hauses und zu dessen Vorsitzenden gewählt.

Zu dieser Zeit wurde auch mit schwerem Herzen - aber realistisch - das Hobby See- und Sportschifffahrt aufgegeben. Auch hier war Dr. Gundermann ehrenamtlich tätig. Er ist der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende des Motoryachtclub Maintal-Dörnigheim.

Weiterhin unterstützen Margrit und Dr. Helmut Gundermann über viele Jahre die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Eine weitere Leidenschaft der beiden gehörte der Bigbandmusik, die sie oft hörten und auch gerne dazu tanzten.

Frau Gundermann hat dies alles bis zum 13.6.2005 erlebt. Sie war ein optimistischer Mensch mit guter Menschenkenntnis und hatte eine stets positive Einstellung. Ohne sie und ihre aktive Mitarbeit wäre der Erfolg im Leben von Herrn und Frau Gundermann nicht eingetreten. Sie verstarb nach schwerer Krankheit und mit dem Anspruch: "Ich habe mit meinem Helmut ein glückliches und zufriedenes Leben gehabt". Frau Gundermann war mit ihrem bescheidenen, freundlichen und selbstlosen Wesen und ihrer gewissenhaften Art ein unbedingtes Vorbild. Mit ihren Charaktereigenschaften verkörperte sie die Grundideen der Stiftung in idealer Weise.

Mit diesem Vorbild und in diesem Sinne arbeitete nun Herr Dr. Gundermann, der Vorstand und das Kuratorium weiter und sorgte damit für die Fortführung und Wahrung des Stiftungsgedankens. Herr Dr. Helmut Gundermann ist am 28. August 2015 verstorben.


Spenden/Zustiftungen

Keine Angaben

Stiftungsvermögen

2,2 Mio Euro

Sitz/Geschäftsstelle

Dr. H.u.M. Gundermann Stiftung Frankfurt
Rennbahnstraße 72-74
60528 Frankfurt am Main

Ansprechpartner