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Klimagourmet - Genießen und das Klima schützen

Klimagourmet Station Fleischkonsum © Salome Roessler / lensandlight
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Wie viel CO2 haben wir auf dem Teller, wenn wir ein leckeres Steak essen? Ist regionales Gemüse immer klimafreundlicher als importiertes? Die Wanderausstellung „Klimagourmet“ des Energiereferats Frankfurt am Main zeigt an zehn Stationen wie viele Treibhausgase bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen.

Die einzelnen Stationen

Die Ausstellung vermittelt Wissen über globale Zusammenhänge im Bereich Klimaschutz und Ernährung.
Die Station Treibhaus erläutert, was Treibhausgase sind, warum diese schädlich sind und welche Klimaschutzziele die Stadt Frankfurt sich gesetzt hat.

Die Station Rindvieh betrachtet die gesamte Produktionskette von Fleisch - von der Rodung von Regenwald für Futtermittel bis hin zu Transport der Kuh zur Schlachterei und der Kühlung im Supermarkt. Es wird hierbei deutlich, wann und wo überall CO2 entsteht, bis wir ein Steak auf dem Teller haben.

Die Station Reisefieber geht der Frage nach, ob wir Tomaten im Winter brauchen. Sie zeigt mit Hilfe verschieden schwerer Tomaten die Unterschiede zwischen regionaler, saisonaler und weit transportierter Ware auf.

Die Station Klimaschnäppchen vermittelt, dass frische Lebensmittel, die wenig verarbeitet sind, weniger CO2 verursachen als weit verarbeitete Fertigprodukte. Außerdem erfährt man, dass pflanzliche Produkte klimafreundlicher sind als tierische.

Auch die Station Klimagourmet zeigt auf, dass fleischlose Ernährung weltverträglicher ist als fleischreiche Kost.

An der Station Deckel drauf erhält man Tipps zum stromsparenden Kochen. Außerdem wird auf umweltfreundlichen Ökostrom verwiesen.

Die Station Enthüllt vergleicht CO2 Bilanzen verschiedener Verpackungsarten und weißt darauf hin, dass weniger Verpackung nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch fürs Klima ist.

Die Station Platz da! zeigt auf, wie viel Ackerfläche für den Anbau von Tierfutter benötigt wird und an der Station Schwein gehabt sieht man, wie viele Tiere man im Laufe seines Lebens verspeist. Einen Überblick über die veschiedenen Biosiegel bekommt man bei der Station Besiegelt.

Klimagourmet Station Deckel drauf © Salome Roessler / lensandlight
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Die Broschüre fasst klimafreundliche Einkaufstipps zusammen

  • Regionale Lebensmittel sind besser als weit transportierte.
  • Lieber biologische als konventionelle Lebensmittel kaufen.
  • Lieber frische als konservierte Lebensmittel essen.
  • Wenige tierische Lebensmittel, mehr pflanzliche.
  • Effiziente Zubereitung der Nahrungsmittel und Lagerung.
  • Möglichst wenig Verpackung.


Die interaktive Ausstellung bietet genug Raum für Diskussionen.

Konzeption und Design

Das Energiereferat hat "Klimagourmet" in Zusammenarbeit mit den Designerinnen Claudia Stiefel und Lara Glück entwickelt. Die Austellung ist interaktiv, leicht aufzubauen und sehr flexibel einsetzbar. Die wenigen kurzen Erklärungstexte regen die Besucher zur Diskussion an. Die einzelnen Exponate bestehen aus Recyclingmaterialien, so dass kaum neue Materialen gekauft werden mussten.

Klimagourmet als Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, abstrakte Größen wie CO2-Emissionen oder Stromverbrauch möglichst einfach darzustellen. Die Ausstellung arbeitet deshalb mit vielen visuellen und haptischen Elementen. Außerdem soll der Austausch unter den Besuchern angeregt werden, weshalb nur mit wenigen Erklärungstexten gearbeitet wird.

Nachhaltigkeit lernen: die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014)

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt uns das Rüstzeug mit, um sinnvolle Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und drängende Probleme wie den Klimawandel gemeinsam zu lösen.