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16.10.2019

11 Unternehmen und Kommunen für den Klimaschutz

Ökoprofit-Runde 2019/2020 startet mit Teilnehmern aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region

Die Projektrunde 2019/2020 des Umweltmanagement-Programms Ökoprofit ist gestartet. Elf neue Ökoprofit-Unternehmen und -Kommunen werden sich ein Jahr lang intensiv mit den Themen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit beschäftigen und dabei vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main begleitet.

Bei der Auftaktveranstaltung begrüßte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die Vertreterinnen und Vertreter der elf Unternehmen und Organisationen: „Ich freue mich sehr über Ihre Teilnahme an unserem Projekt Ökoprofit. Sie zeigen damit Verantwortung für das Klima und für einen sparsamen Einsatz von Ressourcen. Gemeinsam können wir mehr erreichen als jeder für sich alleine.“ Ende 2018 hatten Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die erfolgreiche Klimaschutz-Maßnahme, nun auch auf Unternehmen und Kommunen aus der Region auszuweiten. „Der Klimawandel macht an kommunalen Grenzen nicht halt, deshalb muss auch unser Engagement darüber hinausgehen. Die Region geht diese Herausforderung gemeinsam an, das ist ein gutes Zeichen“, sagt Kötter.

Als Ergebnis dieser Kooperation nehmen an der neuen Ökoprofit-Einsteigerrunde auch vier kommunale Einrichtungen aus Eschborn, Dreieich, Dietzenbach und Wölfersheim teil. Die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain arbeiten innerhalb des Regionalen Energiekonzeptes seit 2013 eng zusammen und verfolgen das Ziel, in der Region bis zum Jahr 2050 weitestgehend auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

Klima und Unternehmen profitieren von Ökoprofit

Ziel von Ökoprofit ist es, Unternehmen und Kommunen im Bereich Umweltmanagement für die Zukunft sicherer aufzustellen, Betriebskosten zu senken und ganz konkret Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. So wurde durch die beteiligten Unternehmen im Rahmen der Ökoprofit-Projektrunde 2018/2019 insgesamt 1.083.809 kWh Strom oder 1.020.751 kg CO2 – und damit 830.571 Euro – eingespart. Der verringerte Stromverbrauch würde ausreichen, um einen 4-Personen Haushalt insgesamt 339 Jahre lang mit Strom zu versorgen. Und es wurde so viel CO2 eingespart, wie von ca. 40.000 Bäumen oder 100 ha Wald kompensiert werden kann. Das entspricht einer Fläche von insgesamt 143 Fußballfeldern.

An der Ökoprofit-Einsteigerrunde 2019/2020 beteiligen sich:

• Biotest AG
• Central Global Cargo GmbH
• Gemeinde Wölfersheim
• Jean Bratengeier Bau GmbH
• Kreisstadt Dietzenbach
• Krieger + Schramm GmbH & Co. KG
• Stadt Dreieich
• Stadt Eschborn
• Stadt Frankfurt am Main, Personal- und Organisationsamt
• Studierendenwerk Darmstadt
• Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH

Die Teilnehmer wollen sich innerhalb eines Jahres kontinuierlich verbessern. Nach einer ersten Bestandsaufnahme vor Ort und einer breit angelegenen Datenerhebung, identifizieren die im Projekt beteiligten Berater die jeweils für den Betrieb relevanten Maßnahmen. Kern dieses Vorgehens ist es, mit den teilnehmenden Betrieben ein umsetzbares Umweltprogramm zu entwickeln.

Ökoprofit-Klub: Verstetigung des Klimaschutz-Engagements

Die an Ökoprofit beteiligten Unternehmen und Kommunen schätzen besonders, dass sie sich im Rahmen von Workshops und anderen Anlässen mit anderen Projekteilnehmern austauschen können. Nach Abschluss des einjährigen Projekts haben die Teilnehmer die Möglichkeit, dem Ökoprofit-Klub beizutreten. Dieser trifft sich pro Projektjahr mindestens vier Mal zum gemeinsamen Austausch. „Der Klub erfreut sich bei unseren Teilnehmern aus der Einsteigerrunde zunehmender Beliebtheit und wächst stetig,“ sagt Florian Unger, Projektleiter im Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main. „Bei unserem Treffen Anfang Oktober hat sich wieder gezeigt, dass der Austausch unter den Vertretern der Ökoprofit-Betriebe ein wichtiges Instrument ist, um die Erfolge aus der Einsteigerrunde zu verstetigen“. In der Projektrunde 2019/2020 nehmen 25 Unternehmen am Klub teil, der auch Teilnehmerinnen aus der Region offen steht.

Ökoprofit ist eine wichtige Klimaschutzmaßnahme

Das Programm Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der örtlichen Wirtschaft. Projektpartner der diesjährigen Einsteigerrunde ist der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Das Projekt wird außerdem von der IHK Frankfurt am Main, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main unterstützt. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Klimaschutz-Maßnahmen der Stadt Frankfurt am Main. Die teilnehmenden Unternehmen sind daher auch Teil des „Team Frankfurt Klimaschutz 2050“. Durch ihre Teilnahme tragen sie dazu bei, dass die Stadt Frankfurt ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen kann: Reduzierung des Energiebedarfs bis 2050 um 50 Prozent; Deckung des Restenergiebedarfs aus kommunalen und regionalen Erneuerbaren Energien. Die Treibhausgasemissionen sollen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent verringert werden.

Über das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main
Das Energiereferat ist die kommunale Energie- und Klimaschutzagentur der Stadt Frankfurt am Main. Das Energiereferat bietet Frankfurter Haushalten, Unternehmen, Bauherren und Investoren unterschiedliche Beteiligungs- und Beratungsmöglichkeiten an. Weitere Informationen unter: www.energiereferat.stadt-frankfurt.de

Über das Team Frankfurt Klimaschutz 2050
Die Klimaschutzmarke „Team Frankfurt – Klimaschutz 2050“ steht als Dach über den bereits vorhandenen Projekten, Aktionen und Kampagnen, die das Energiereferat bereits seit vielen Jahren erfolgreich durchführt. Ziel der Wort-Bild-Marke ist es, die zahlreichen Angebote inhaltlich unter ein gemeinsames Dach zu stellen, damit nach innen und außen klar ist, dass die zahlreichen Einzelprojekte in ein gemeinsames Ziel einzahlen: den Klimaschutz in Frankfurt am Main. www.klimaschutz-frankfurt.de

Über den Regionalverband FrankfurtRheinMain
Der Regionalverband steuert und koordiniert die Entwicklung der Region. Seine Hauptaufgabe ist die Aufstellung und Fortschreibung des Regionalen Flächennutzungsplanes. Schon seit Jahren sind der Klimaschutz und die Energiewende in der Region ein Schwerpunkt seiner Arbeit.

Über das Regionale Energiekonzept FrankfurtRheinMain
Der Regionalverband und die Stadt Frankfurt am Main koordinieren gemeinsam die Arbeiten zum Regionalen Energiekonzept FrankfurtRheinMain. Ziel ist es, die Region bis 2050 energieeffizient und zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Es geht dabei um die langfristige und umsetzungsorientierte Zusammenarbeit der 75 Kommunen, sechs Landkreise und der regionalen Akteure.