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10.10.2016

Erfolgreiche Kooperation für den Klimaschutz

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig stellt gemeinsame Projekte des Caritasverbands Frankfurt e.V., des Energiereferats und der Nassauischen Heimstätte vor

Gleich bei zwei Klimaschutzprojekten arbeiten der Caritasverband Frankfurt e.V., das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main und die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätten / Wohnstadt erfolgreich zusammen. Es handelt sich bei beiden Projekten um ein Energiesparberatungsangebot für Mieter der Nassauischen Heimstätte. Ziel der Projekte ist es, Energieeinsparpotenziale im Haushalt zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, die Mieter dabei zu unterstützen, Energie und Kosten einzusparen. „Klimaschutz braucht Kooperationen. Wenn wir unsere Klimaschutzziele bis 2050 erreichen wollen, ist es unerlässlich, dass sich wichtige Akteure der Stadt – wie bei diesen beiden Beispielen – erfolgreich zusammentun“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig bei der Vorstellung der Ergebnisse und Ziele der zwei Projekte „Energiesparberatung im Quartier“ und „Energiesparberatung für Neumieter“.

Für das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main ist Energiesparen im Haushalt ein wichtiger Aspekt, um die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen. Dieser Ansatz deckt sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Nassauischen Heimstätte, die ihre Mieter dabei unterstützen möchte, ihre Energieeffizienz zu steigern und dadurch auch Kosten zu sparen. Die kostenfreie Mieterberatung – für alle Mieter der Nassauischen Heimstätte im Projektquartier und alle Neumieter - erfolgt durch den Caritasverband Frankfurt e.V., der Langzeitarbeitslose zu Servicekräften für Strom- und Wasserspartechnik qualifiziert und so versucht, sie in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.
Bei beiden Projekten führen die Berater der Caritas in den Mieterhaushalten der Nassauischen einen Strom- und Wassersparcheck durch, mit dem Ziel, durch das Aufzeigen von Energieeinsparmaßnahmen, die Haushalte dabei zu unterstützen, ihre Ausgaben für Energie zu reduzieren. „Die Haushalte sparen Energiekosten, der Umwelt bleibt eine Menge CO2 erspart und langzeitarbeitslose Menschen finden sinnvolle Arbeit“, erklärt Caritasdirektorin Gaby Hagmans.

Projekt „Energiesparberatung für Neumieter“

Seit Juli 2016 können Neumieter der Nassauischen Heimstätte stadtweit eine kostenfreie Energiesparberatung in den eigenen vier Wänden in Anspruch nehmen. Neben wertvollen Hinweisen zu Stromfressern und möglichen Einsparmöglichkeiten im Heizungsbereich erhalten sie kostenlose Energiesparartikel, beispielsweise LED-Leuchten oder schaltbare Steckdosen. Das Projekt läuft vorerst bis Ende 2017. „Die Energiesparberatung für unsere Mieter ist ein zentraler Baustein der energetischen und sozialen Quartiersentwicklung“, betonte Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte. „Neben der energetischen Ertüchtigung der Gebäude und dem Einsatz moderner Heiztechnologien bietet auch nachhaltiges Verbrauchsverhalten der Mieter ein großes Potential zur Einsparung von CO2. Je früher wir da ansetzen, desto erfolgreicher können wir sein. Im Idealfall geschieht das schon zum Einzug.“

Projekt „Energiesparberatung im Quartier“

Im Rahmen eines Pilotprojektes, das von Oktober 2014 bis September 2015 lief, wurde Mietern der Nassauischen Heimstätte in den NH-Siedlungen Sindlingen, Zeilsheim und Unterliederbach eine kostenfreie Energieberatung zum Strom- und

Wärmeverbrauch angeboten. Die Ansprache der Mieter erfolgte vor Ort im Quartier; als Anlaufstelle nutzte der Berater hierfür das Nachbarschaftsbüro Sindlingen. Insgesamt wurden innerhalb eines Jahres 94 Beratungen durchgeführt, davon 39 bei einkommensschwachen Haushalten. Eingespart werden konnten damit knapp 18.500 kWh Strom und 395 m3 Wasser sowie insgesamt 11.668 kg CO2. „Nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes werden die Kooperationspartner die Quartierberatung Ende 2016 erneut als Projekt aufsetzen“, erläutert Florian Unger, Leiter des Projektes im Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig überreichte den Kooperationspartnern für ihr Engagement für den Klimaschutz je eine Klimaschutzplakette der Stadt Frankfurt am Main.

Über den Caritasverband Frankfurt e.V.

Gemäß seinem Leitwort „Menschen stärken. Wege finden.“ setzt sich der Caritasverband Frankfurt e.V. für eine solidarische und soziale Stadtgesellschaft ein. Als wichtiger Akteur im sozialen System der Stadt hilft er, Probleme zu erkennen und passende soziale Lösungen zu entwickeln. In dem seit über 10 Jahren bestehenden Erfolgsprojekt „Energiesparservice“ gelingt dies in besonderer Art und Weise: Langzeitarbeitslose werden qualifiziert, die betreuten Haushalte profitieren von der kostenlosen Beratung und den damit verbundenen Einsparungen bei den Energiekosten und nicht zuletzt kann ein Beitrag zur Schonung der Umwelt geleistet werden.

Über die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit über 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 670 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regional-, untergliedert in 13 Service-Centern, betreut. Das Regionalcenter Frankfurt bewirtschaftet rund 19.800 Wohnungen, darunter 16.000 direkt in Frankfurt. Unter der Marke „NH ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben durchzuführen.