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06.10.2015

96 Frankfurter Haushalte sparen mehr als 10.000 Euro

Stromverbrauch bei der ersten Runde des Energiespar-projektes „eClub“ um 36.161 Kilowattstunden reduziert

96 Frankfurter Haushalte haben sich an der ersten Runde des Energiesparprojektes eClub des Frankfurter Energiereferats beteiligt und insgesamt mehr als 10.000,- Euro eingespart. Die absolute Einsparung an Kilowattstunden (kWh) Strom betrug insgesamt 36.161 kWh. Diese Menge entspricht beispielsweise dem Energiebedarf für 6.380 Badewannen mit heißem Wasser. 241 Jahre lang könnte man mit den eingesparten Kilowattstunden eine Waschmaschine betreiben. Elf 2-Personen-Haushalte könnten sich damit im Durchschnitt ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Wie die Frankfurterinnen und Frankfurter diese Einsparungen realisieren konnten, erklärt Florian Unger vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main: „Die Teilnehmer wurden vom Energiereferat und den eClub-Partnern ein Jahr lang beim Energiesparen begleitet. Wir haben gemeinsam Verbräuche analysiert und Schwachpunkte ausgelotet, aber auch konkret mit Zuschüssen für energieeffiziente Geräte und Leuchtmittel unterstützt“. Die Energieberater erstellten im Anschluss für jeden Haushalt ein individuelles Einsparprofil mit Schwerpunkt auf den Bereich Strom. Die knapp 100 Haushalte tauschten sich darüber hinaus intensiv über eine Internet-Plattform sowie in vier Workshops auch persönlich aus, denn der Community-Gedanke ist ein wichtiger Aspekt des Projektes eClub.

Jeder arbeitet an seinem persönlichen Energiesparziel

152 Personen leben in den knapp 100 Haushalten, die an der ersten eClub-Runde teilgenommen haben und stellen einen guten Querschnitt der Frankfurter Haushalte dar. Angefangen bei dem 1-Personen-Haushalt eines Rentners bis hin zur typisch vierköpfigen Familie waren viele Haushaltstypen vertreten. Geschulte Energieberater nahmen deren Wohnungen und Häuser im Rahmen des Projektes genauer unter die Lupe und identifizierten mehr als 500 Möglichkeiten, wie sich mit wenig Aufwand der Stromverbrauch senken lässt. Zu den klassischen Stromfressern zählen nach wie vor die Beleuchtung, der Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten sowie alte Kühlschränke. Die Teilnehmer konnten bei der Behebung dieser Strom- und Kostenfresser auch auf praktische Unterstützung der eClub-Partner zurückgreifen.
Dazu zählen der Energiepunkt FrankfurtRheinMain e.V., die Mainova, die Verbraucherzentrale sowie Ledon, Grünspar und EP: Hammer.

Stromverbrauch insgesamt um 22 Prozent reduziert

Insgesamt konnte der Stromverbrauch um 22 Prozent reduziert werden. Dabei sparten die weiblichen Teilnehmerinnen mit 25,8 Prozent durchschnittlich mehr als ihre männlichen Kollegen, die 20,1 Prozent Einsparungen realisierten. Durchschnittlich benötigen die 96 Haushalte nun 657 kWh weniger Strom pro Jahr und sparen so 184,- Euro pro Haushalt. „Das ist schon eine ordentliche Einsparung“, findet Florian Unger.

Eine Maßnahme zum Klimaschutz in Frankfurt am Main

Der eClub ist eine der zahlreichen Maßnahmen, die das Frankfurter Energiereferat im Rahmen des „Masterplan 100 % Klimaschutz“ initiiert hat. Eines der größten Potenziale der Stadt Frankfurt am Main für die Erreichung der Klimaschutzziele bis 2050 liegt in der Reduzierung des Energieverbrauchs um 50 Prozent. Auf dieses Ziel zahlt das Projekt eClub ein. Die Teilnehmer leisten damit einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen und sparen gleichzeitig Kosten. Weitere Informationen sind im Internet unter https://www.eclub-frankfurt.de/ abrufbar. Interessierte können sich ab Januar 2016 für die zweite Runde des eClubs bewerben.

Teilnehmer Abschlussveranstaltung eClub 2015
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