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3000 Wünsche - wenigstens

Kindern zu Weihnachten eine Freude machen - mit den Wunschkarten der Wunschbäume

(pia) Beinahe unerträgliche Spannung den ganzen 24. Dezember über, aber dann: Ein glitzernder Christbaum und liebevoll verpackte Geschenke - auf Weihnachten freut sich bestimmt jedes Kind. Hat das Christkind auch alles abgearbeitet, was auf dem Wunschzettel stand? Oder hat es Unterstützung bekommen?

Damit auch bei den Kindern die Wünsche in Erfüllung gehen, deren Eltern nicht soviel Geld haben oder die vielleicht gar keine Eltern mehr haben, gibt es die Aktion "Ihr Weihnachtsgeschenk für Frankfurter Kinder". Dazu können Kinder einen Wunsch auf eine Wunschkarte schreiben - bis zu zwanzig Euro darf der Wunsch kosten. Diese Karten hängen dann an großen Weihnachtsbäumen überall in der Stadt. Wer einen Wunsch erfüllen möchten, nimmt eine Karte vom Baum ab und besorgt das Geschenk. Die Wunschkarte kommt an das weihnachtlich verpackte Geschenk, damit das Kind auch weiß, dass das Päckchen an Weihnachten ihm gehört. Überall, wo ein "Wunschbaum" steht, kann man das Geschenk wieder abgeben - oder direkt beim Kinderbüro, das geht natürlich auch.

Wunschzettel.
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Kinderbüro spielt Christkind

Das Kinderbüro der Stadt Frankfurt am Main hat die Aktion schon vor 16 Jahren aus den USA nach Frankfurt gebracht und stellt seitdem in jedem Jahr die Weihnachtsbäume auf, sammelt die Päckchen ein und verteilt sie kurz vor Weihnachten wieder - über 3.000 Päckchen für ebenso viele Kinder. Doch zuerst müssen die Wunschkarten gedruckt werden. Jede Karte hat eine Nummer auf der Rückseite, die die Wunschkarte eindeutig einem Kind zuordnet. "Jeder Schenker kann also sicher sein, dass sein Geschenk genau bei dem Kind ankommt, das die Karte ausgefüllt hat", so das "Christkind" Kinderbüro.

Ein besonderes Highlight

Für das Kinderbüro ist die Aktion ein besonderes Highlight jedes Jahr. Bereits im Oktober beginnen die Vorbereitungen. Karten bestellen, Plakate drucken, mit den Kindereinrichtugnen reden - ganz schön was los... "Hängen dann erst einmal die Karten an den Bäumen, wird es keinesfalls ruhiger im Kinderbüro, denn dann steht das Telefon nicht mehr still!" Viele rührige Anrufe gibt es in dieser Zeit. Viele Bürger möchten beim Geschenkekauf nichts falsch machen und erkundigen sich noch einmal, wenn nicht ganz klar ist, um welches Geschenk es sich handelt. "Oder es ist nirgendwo in Frankfurt aufzutreiben und nun ist man ratlos. So fuhr beispielsweise eine Dame bis nach Darmstadt, um den speziellen Wunsch des Kindes zu erfüllen."

Wichtelmänner. Foto: Kinderbüro
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Schenken, was man sich früher ebenfalls gewünscht hat

"Das Schönste für viele Menschen an dieser Aktion ist, dass man Kindern in seiner nächsten Umgebung eine kleine Freude machen kann." Viele schätzen das Persönliche daran, so das Kinderbüro: "Dieser persönliche Bezug ist auch dadurch gegeben, dass ein Kind sich etwas wünscht (zum Beispiel einen Fußball), was sich der Schenker in seiner Kindheit auch sehnlichst gewünscht hat. Diesen Wunsch erfüllt man dann besonders gerne!" Oft kommen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern und geben ein Geschenk ab. Die Kinder erzählen dann, dass sie etwas von ihrem Taschengeld dazugelegt haben, um das Geschenk zu kaufen - weil die Eltern ihren Kindern erklärt haben, dass es auch Kinder gibt, die nicht so reichlich beschenkt werden. "So ist die Weihnachtsaktion häufig auch ein Anstoß, um kurz innezuhalten und nachzudenken."

Am 15. Dezember hat das Christkind Annahmeschluss

Nicht nur für die Kinder ist es etwas besonderes, beschenkt zu werden, auch für die Schenker ist es eine große Freude, Gutes zu tun. "Vielen Päckchen merkt man an, dass sie mit Liebe gepackt wurden und die Freude etwas zu geben, sehr groß ist." Damit alle Kinder ihr Geschenk rechtzeitig zu Weihnachten bekommen können, müssen die Päckchen bis spätestens Donnerstag, 15. Dezember, entweder in den Geschäften oder direkt im Kinderbüro der Stadt in der Schleiermacherstraße 7 (Nordend) abgegeben werden. Damit das Christkind genügend Zeit hat, die dreitausend Päckchen auch unter den richtigen Christbaum legen zu können.

Danke fürs Mitmachen!