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Bibliothek der Francofurtensien

Von den Krönungsdiarien der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis zum Bildband über das Frankfurter Bordell Sudfass: In der Bibliothek des Instituts für Stadtgeschichte sind alte und neue, äußerst seltene, aber auch in Massen produzierte Druckwerke zu Frankfurt zu finden – eine Fundgrube für jeden Lokalpatrioten.

Institut für Stadtgeschichte: Bibliothek, © Institut für Stadtgeschichte, Foto: Michel Schmidt
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Die Basis der Bibliothek legte der Verein für Geschichte und Altertumskunde (seit 2003: Gesellschaft für Frankfurter Geschichte), der seine Büchersammlung bereits im 19. Jahrhundert dem damaligen Stadtarchiv anvertraute. Damals übernahm dessen Leiter auch die Geschäftsführung des Vereins, was eine bis heute gepflegte Zusammenarbeit begründete. Den Kriegszerstörungen 1944 fielen große Teile der Fachbibliothek zum Opfer, während die Francofurtensien weitgehend erhalten blieben. In den hohen, großen Räumen des Karmeliterklosters reihen sich die Regale mit derzeit fast 70.000 Bänden und 770 laufenden Zeitschriften bis an die Decke. Jährlich kommen rund 3.500 Einheiten hinzu, denn die wissenschaftliche Fachbibliothek des Instituts sammelt sämtliche relevante Literatur zur Frankfurter Stadtgeschichte und verzeichnet sie eingehend.

Zu ihrem Bestand gehören neben gedruckten Quellensammlungen, Lexika, Handbüchern, allgemeinen Geschichtsdarstellungen und Literatur zu speziellen stadtgeschichtlichen Themen auch Ausstellungskataloge, Bildbände und Biografien von Frankfurter Persönlichkeiten. Besonders selten ist die große Sammlung sogenannter grauer Literatur, die sonst nur sehr schwer aufzufinden ist. Dazu zählen etwa Mitteilungen oder Broschüren von in Frankfurt ansässigen Vereinen, Stiftungen, Firmen und anderen Organisationen.

Der gesamte Bibliotheksbestand ist im digitalen Katalog nachgewiesen, der unter www.museumsbibliotheken.frankfurt.de auch online recherchierbar ist. Als besonderer Service für die Nutzer sind Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden mit Frankfurter Bezug einzeln erfasst.

Bei der Institutsbibliothek handelt es sich um eine Präsenzbibliothek, die jährlich rund 2.500 Bestellungen betreut. Die Bücher werden nicht ausgeliehen, sondern sind ausschließlich im Lesesaal des Hauses einzusehen, wo besonders häufig frequentierte Handbücher und Standardliteratur direkt benutzt werden können. Die Bibliothek ist während der allgemeinen Dienstzeiten des Hauses besetzt. Bei Recherchen und der Handhabung des Katalogs werden Benutzer von Michael Gerth und Sibylle Fachinger fachlich beraten.