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Kalbach

Lage

Der Kalbach hat seinen Ursprung am Südhang des Taunus auf Oberurseler Gemarkung. Er durchfließt in Frankfurt die Gemarkungen Kalbach und Bonames bevor er in den westlichen Teil des Bonameser Altarmes der Nidda mündet. Seine Länge beträgt von der Quelle bis zur Mündung in die Nidda 5,4 km, davon liegen 3,6 km auf dem Stadtgebiet Frankfurt.

Charakter und Entwicklung

Am westlichen Rand der Ortsbebauung von Kalbach fließt der Kalbach in einer sanften Talmulde, bevor er in Höhe der Umgehungsstraße Kalbach (L 3019) in einem Kanalrohr verschwindet. Der Bach verläuft dann wenige hundert Meter unterirdisch weiter und tritt am Rand des Freizeitparks Kalbach wieder zu Tage. Von hier läuft er nahezu geradlinig in Ortsrandlage von Kalbach und Bonames vorbei bis zur Mündung in den Altarm der Nidda. Die Sohle des Kalbachs ist über weite Strecken innerorts mit Betonplatten ausgekleidet. Nur in wenigen Abschnitten finden sich im Uferbereich des Gewässers Schatten spendende Bäume und Gehölzsäume.
Der Kalbach nimmt Wasser von mehreren Entwässerungsgräben auf. Den größten Zufluss innerhalb des Stadtgebietes von Frankfurt bildet hierbei die Kätcheslach, die von Westen dem Kalbach zufließt. Im Mündungsbereich zur Nidda fließt dem Bach der so genannte "Schwarze Kalbach" aus Bonames zu. Durch die Neubaugebiete rund um den Ortsteil Kalbach nehmen die Regenwassereinleitungen in die Gewässer zu. In diesem Zusammenhang werden der Kalbach und die Kätcheslach ausgebaut und naturnah umgestaltet.

Erholung und Natur

Der Kalbach fließt am Freizeitpark Kalbach vorbei, einer grünen Oase mit Teich inmitten von Frankfurt-Kalbach. Der Bach lädt zum Spazierengehen ein. Die Wege führen in weiten Teilen in Ortsrandlage und durch überwiegend landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Flächen am Kalbach entlang. An der Kätcheslach befindet sich ein kleines Vogelschutzgehölz.
Im Mündungsbereich zur Nidda, südlich von Bonames, liegt der ehemalige Hubschrauberlandeplatz Maurice-Rose-Airfield. Abschnitte der Apfelwein- und Obstwiesenroute verlaufen teilweise am Ufer bzw. in der Nähe des Kalbachs entlang. Bachpaten kümmern sich um das Gewässer und seine Ufer.
Urkundlich erwähnt wurde die Siedlung Kalbach durch den Leichenzug von Bonifatius im Jahr 754. Bei der Überführung seines Leichnams rastete die Prozession am Riedberg. Der Bonifatiusbrunnen soll jene Stelle sein, an der eine Quelle austrat, als der Leichnam bei der Rast niedergelegt wurde.