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Welschgraben

Lage

Der Welschgraben tritt in Hofheim am Taunus an die Oberfläche. Er leitet Wasser von den Ausläufern des Taunus in den Main und mündet in Frankfurt-Sindlingen südlich des Klärwerks bei Flusskilometer 24,5 am rechten Ufer in den Main (ca. 87 m ü. NN).

Charakter und Entwicklung

In Frankfurt am Main fließt der Welschgraben auf einer Länge von ca. 6,7 km durch die Ortsteile Zeilsheim und Sindlingen. Die meiste Zeit des Jahres führt er kein Wasser. Er ist auf seiner ge-samten Länge als schmaler, offener Graben geradlinig ausgebaut und größtenteils mit Betonhalbschalen befestigt. Gewässerbegleitende Gehölze fehlen fast völlig. Im Oberlauf beschatten nur wenige Büsche und Bäume die Uferbereiche. Außerhalb von Zeilsheim werden die angrenzenden Flächen hauptsächlich landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt, größtenteils findet man ackerbaulich genutzte Flächen an beiden Ufern. Innerhalb der Ortslage von Zeilsheim grenzen vor allem Kleingärten sowie Hausgärten an den Welschgraben. Südlich von Zeilsheim bildet der Welschgraben die Grenze zu der Nachbargemeinde Hattersheim, dabei verläuft der Graben mal diesseits und mal jenseits der Stadtgrenze von Frankfurt. Seinen Namen erhielt der Graben vermutlich folgendermaßen: „Welsche“ ist eine Bezeichnung für Hugenotte. Die Welschgräben bildeten meist – ähnlich den Landwehrgräben – die Grenze zu den Siedlungsgebieten der Welschen oder Hugenotten.

Erholung und Natur

Auf der Höhe des Klärwerks in Sindlingen gibt es in der Nähe des Welschgrabens diverse Attraktionen für Kinder und Jugendliche: den Spielplatz „Sindlinger Mainufer“, außerdem einen Bolzplatz sowie eine Rollschuhbahn. Es können auch mehrere öffentliche Grillplätze genutzt werden.
Die Apfelwein- und Streuobstwiesenroute führt nahe des Welschgrabens vorbei und lädt zu einem kurzen Abstecher in den Vordertaunus ein. Ebenfalls in der Nähe des Gewässers verläuft der ausgeschilderte Mainuferweg, der zum Radfahren und Spazierengehen gleichermaßen geeignet ist. Bei einen Ausflug entlang dieser Route wird man mit einem schönen Blick auf Kelsterbach und dessen Kirche zusätzlich belohnt.