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Rohsee (Rohrsee, Rodsee)

Lage

Im Stadtwald westlich der Schwanheimer Wiese am Rohseeweg

Charakter und Entwicklung

Der Rohsee, auch Rohrsee oder Rodsee genannt, ist aus einem ehemaligen Altarm des Mains natürlich entstanden und führt - je nach Grundwasserstand - nur zeitweise Wasser. In alten Chroniken ist erstmals 1474 das Trockenfallen erwähnt. Die letztmalige längere Trockenperiode dauerte von den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts bis 1980 an. Das kleine Sumpfgebiet ist Rückzugsbereich für Feuchtigkeit liebende Tier- und Pflanzenarten. Charakteristisch für den Rohsee sind die so genannten Stelzerlen. Es handelt sich dabei um Schwarzerlen, deren bei Niedrigwasser frei liegende Wurzelstöcke den Eindruck erwecken, die Bäume stünden auf Stelzen. Die Wurzelstöcke selbst sind uralt, denn nach der Fällung der Stämme - dies erfolgt etwa alle 100 Jahre - sind die Schwarzerlen wieder ausgeschlagen. Die Schwarzerle wurde 2003 zum "Baum des Jahres" gewählt. Östlich der Kleinwiesenschneise hat der Rohsee eine Fortsetzung, die jedoch durch die Aufschüttung dieses Forstweges vom Hauptgewässer getrennt wurde. Im Südwesten geht der Rohsee in einen Bereich mit Schilfröhricht über: die Riedwiese.

Erholung und Natur

Der Rohsee dient der stillen Erholung im Stadtwald. An ihm sind sogar selten gewordene Tiere und Pflanzen zu beobachten, wie zum Beispiel Teichrohrsänger, Schwertlilien, Sumpfdotterblumen sowie Eisvögel. Jegliche Nutzung ist aufgrund der Schutzwürdigkeit und Beschaffenheit des Gewässers nicht möglich.

Zugang

Der Rohsee ist von der Nordseite her frei zugänglich und durch einen Waldweg (Rohseeweg) erschlossen. Die restlichen Uferstreifen sind z.T. durch dichten Bewuchs im Wald bzw. von der angrenzenden Riedwiese nicht zugänglich.

Anfahrt

  • Straßenbahn 12, 19, Haltestelle "Rheinlandstraße"
  • Bus 51, Haltestelle "An der Kreuzheck"
  • Bus 62 und 73V, Haltestelle "Rheinlandstraße"
  • Parkplätze an der Schwanheimer Bahnstraße oder am westlichen Ende der Rheinlandstraße

Informationen zur örtlichen Zugänglichkeit

Behindertengerechter Zugang (mehrere Stufen). Wege sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer mit Begleitung geeignet.