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Villa Meister

Villa Meister © Stadt Frankfurt am Main, PIA
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Ein Herrschaftssitz am Ufer des Mains

Trat Herbert von Meister auf die Terrasse seines prächtigen Wohnsitzes in Sindlingen, so schweifte sein Blick über den Fluss sowie die leicht hügeligen Ufer des Mains. Damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, mag ihn die Landschaft an Italien erinnert haben. Denn er ließ um das auf einer Anhöhe über dem Main gelegene Anwesen einen Landschaftspark ganz im italienischen Stil mit Putten und Bänken aus Marmor anlegen. In der „Villa Lindenhaus“, wie das Gebäude urspünglich hieß, lebte der Sohn des Gründers der Hoechst AG mit seiner Frau Else und Tochter Elisabeth.

Architekt Franz von Hoven

Herbert von Meister hatte das bereits bebaute Grundstück 1902 erworben. Er beauftragte den Königlich-Preußischen Baurat Franz von Hoven, der auch bei der Erweiterung des Frankfurter Rathauses mitgewirkt hatte, mit dem Entwurf für seinen neuen Wohnsitz. Es entstand ein neubarockes Ensemble mit Wohnhaus ganz im Stil der wilhelminischen Zeit, einer Orangerie, Stallungen, einem Kutscher- und einem Gärtnerhaus sowie einer eigenen Reitbahn.

Villa Meister Pferdestall © Stadt Frankfurt am Main, PIA
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Sindlinger Pferdefreunde

Die Villa hatte nach dem Zweiten Weltkrieg unterschiedliche Funktionen. Der öffentliche Zugang zum Anwesen und dem weitläufigen Park ist testamentarisch verfügt. Im Gebäude befindet sich ein Rehabilitationszentrum für ehemalige Drogenkranke, der Reitstall ist das Domizil der Sindlinger Pferdefreunde.

Stadtteil

Sindlingen

Adresse

Villa Meister
Allesinastraße 1-3
65931 Frankfurt am Main