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Tauben in der Stadt

Das Thema Stadttauben erhitzt die Gemüter, es gibt kaum jemanden, der einen kühlen Kopf im Umgang mit Tauben bewahrt. Fakt ist, dass die Überpopulation der Tauben für Hauseigentümer, Anwohner, die Stadtverwaltung und selbst für die Tierschützer zu einem Problem geworden sind.

In Frankfurt gibt es etwa 4500 will lebende Tauben. Das ist das Ergebnis einer Zählung, die 2014 im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Marburg durchgeführt wurde. Ältere Zahlen beruhten auf einer Schätzung.

Um die Schäden und Verunreinigungen, die durch Tauben hervorgerufen werden zumindest zu begrenzen, gilt in der Stadt bereits seit 1970 ein generelles Fütterungsverbot, doch leider sieht man immer wieder, wie Mitbürger aus falsch verstandener Tierliebe ganze Tüten mit Körnern oder Brot auf die Straße leeren.

Im Jahr 2004 hat die Stabsstelle Sauberes Frankfurt versucht, Wüstenbussarde zur gezielten Vertreibung der Tauben einzusetzen. Wichtig hierbei war, dass die Bussarde keine Tauben schlagen. Diese erkennen den Raubvogel jedoch als natürlichen Feind und suchen sich ein „sichereres“ Revier. Letztendlich findet also nur eine Verdrängung der Tauben statt.

Leider konnte hierdurch nur eine kurzfristige Wirkung erzielt werden. Wir mussten feststellen, dass diese Form des Einsatzes von Greifvögeln auf Dauer zu kostspielig ist.

Mittlerweile geht die Stadt in Kooperation mit dem Frankfurter Stadttaubenprojekt einen anderen Weg: die Einrichtung von Taubenhäusern.

Taubenhäuser

Taubenhäuser sind vom Stadttaubenprojekt betreute Schläge an strategisch günstigen Plätzen in der Stadt. Die Tauben werden dort gefüttert und verbringen deshalb fast den ganzen Tag in den Schlägen. Für Fußgängerzonen und Straßencafés bedeutet dies eine erhebliche Entlastung.

Zur Bestandsregulierung werden die Eier gegen Gipsattrappen ausgetauscht, die die Tauben problemlos annehmen. Die Population wird somit erheblich reduziert.

Damit die Taubenhäuser angenommen werden, muss das Fütterungsverbot jedoch eingehalten werden. Wer es mit Tauben gut meint, sollte auf das Füttern verzichten.