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Bäume auf privatem Grund

Ein Baum im Hof oder Garten ist eine Zierde für jedes Haus. Für seine Bewohner kann er identitätsbildend sein. Unter einer Kirsche summen im Frühling Bienen und der Duft einer Linde erfüllt Passanten mit Glücksgefühlen. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Wohnbaugesellschaften, die auf ihren Grundstücken Bäume wachsen lassen, leisten einen Dienst für die Allgemeinheit.

Das ist nicht immer eine leichte Aufgabe zum Beispiel im Herbst, wenn das Laub fällt. Grundstückseigentümer sind verantwortlich für die Sicherheit der Bäume (Verkehrssicherungspflicht) und müssen sie regelmäßig kontrollieren und hin und wieder schneiden lassen.
Die Frankfurter Stadtverordneten wussten schon früh um den Wert von Bäumen und stellten sie erstmals 1977 mit einer Satzung unter Schutz. Seitdem dürfen nur aus wichtigen Gründen und mit Genehmigung Bäume gefällt werden. Etwa 1.600 Anträge jährlich werden gestellt und rund 1.400 genehmigt. Das Fällen ist erlaubt, wenn es der Gesundheitszustand des Baums erfordert oder er für ein Bauvorhaben entfernt werden muss. Für jeden gefällten Baum wird ein neuer gepflanzt oder ein Ausgleich gezahlt.

Wie viele Bäume wohl auf privatem Grund stehen? Jedenfalls ein Vielfaches der Bäume in Straßen und Parks - ein paar Hunderttausende werden es sein.

Wenn Sie Frankfurt grüner machen wollen und selbst einen Baum pflanzen möchten, einen Vorgarten, Hof oder Garten besitzen, ist der ''Geschenkte Baum'' das Richtige für Sie. Die Untere Naturschutzbehörde finanziert Ihnen einen heimischen Laubbaum. Seit 2001 wurden auf diese Weise bereits 1.200 Bäume auf privaten Grundstücken gepflanzt. Die Mittel stammen aus Ersatzzahlungen. Diese sieht die Baumschutzsatzung vor, wenn für eine genehmigte Fällung vor Ort kein Ersatzbaum gepflanzt werden kann.