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Kiebitz

Vanellus vanellus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("streng geschützt")
  • Rote Liste Hessen und Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Als ursprünglicher Feuchtgebietsbewohner kam der Kiebitz vor allem auf ausgedehnten Feuchtwiesen und anderen Extensivgrünländern sowie in wenig bewachsenen Uferzonen von Gewässern vor. Im Zuge der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung stellten sich die Vögel Mitte des vorigen Jahrhunderts auf Äcker als hauptsächlichen Brutlebensraum um. Zur Zugzeit kann man Kiebitze auf Wiesen, Feldern und an Gewässerufern in offener Landschaft antreffen.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In der Agrarlandschaft um die nördlichen Stadtteile, den südlichen Randlagen der Wetterau und des Taunusvorlandes, schreitet der Kiebitz noch vereinzelt zur Brut. Weitere, stellenweise auch zeitweilige Brutansiedlungen finden sich in der Main- und Niddaaue und auf dem Flughafengelände.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Ursprüngliche Lebensräume wurden im Laufe des vorigen Jahrhunderts zu großen Teilen zerstört oder in ihrer Nutzung so verändert (zum Beispiel früher Grasschnitt), dass sie als Bruthabitate ungeeignet wurden. Die Anpassung an Äcker als neuen Lebensraum brachte hohe Verluste von Gelegen und Jungen infolge häufiger landwirtschaftlicher Arbeiten sowie schnellen Hochwachsens der Einsaaten (Verklammung von Jungen in hohem, nassem Bewuchs) mit sich, so dass derzeit die Nachwuchsraten in den meisten Fällen nicht mehr zur Bestandserhaltung ausreichen. Zusätzlich spielen die Nahrungsverknappung durch Insektizideinsatz sowie ein hoher Feinddruck in ausgeräumten Landschaften eine Rolle.