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Großer Goldkäfer

Protaetia aeruginosa

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("streng geschützt")
  • Rote Liste Deutschland "vom Aussterben bedroht"
  • Rote Liste Hessen "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Der Große Goldkäfer lebt überwiegend in lichten Laubwäldern und an sonnigen Waldrändern mit Altbaumbestand. Dort entwickelt sich seine Larve in der Wipfelregion alter Bäume, zumeist Eichen, im Holzmulm am Grunde von Baumhöhlen (oft in alten Spechthöhlen).

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Im Frankfurter Stadtwald und anderen Waldbereichen mit alten Bäumen sowie auch in Parkanlagen wurde die Art sehr selten gefunden.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Wie viele andere Käferarten, die zu ihrer Entwicklung auf Höhlen in alten Bäumen - besonders alter Eichen - angewiesen sind, hat auch der Große Goldkäfer in seinem Bestand sehr stark abgenommen, was vor allem auf die Intensivierung der Forstwirtschaft mit der Umwandlung alter Eichenwälder in schnellwüchsige Laub- oder Nadelholzforsten einschließlich sogenannter "Forsthygiene" (Beseitigung von Alt- und Totholz als vermeintliche Brutstätte von "Forstschädlingen") zurückzuführen ist. Außerdem fallen Alteichen, die in alten Parks und auf Friedhöfen stehen, immer wieder den Verkehrssicherungsmaßnahmen zum Opfer, oder ihre Höhlungen werden bei Baumsanierungsmaßnahmen künstlich verfüllt.