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Heldbock

Cerambyx cerdo

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie
  • Rote Liste Deutschland "vom Aussterben bedroht"


LEBENSRAUM
In seinem Lebenszyklus ist der Heldbock obligatorisch an alte Eichen gebunden (Synonym: Eichen-Heldbock). Er lebt daher bevorzugt in alten, locker strukturierten Eichenwäldern ohne Unterwuchs, wo seine holzbewohnende Larve im Inneren des Stammes, gewöhnlich in der unteren Stammregion alter, anbrüchiger, einzeln stehender Eichen, eine drei- bis fünfjährige Entwicklungszeit durchläuft. Bäume im geschlossenen Bestand werden selten besiedelt.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Der Heldbock lebt an wenigen Stellen in den Alteichenbeständen des Schwanheimer Waldes. Bis in die 80er Jahre gab es auch ein Vorkommen in der Innenstadt in der Nähe des Messegeländes.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Durch seine enge Bindung an alte Eichen ist der Heldbock im Rahmen einer intensiven Forstwirtschaft mit Umwandlung von Eichenwäldern in andere, schnellwüchsige Waldtypen und kürzere Umtriebszeiten vielerorts verschwunden oder in seinem Bestand extrem stark zurückgegangen. Zudem werden seine verbliebenen Vorkommen häufig gezielt beseitigt, weil er mit der Bohrtätigkeit seiner Larven als "Forstschädling" gilt. Aber auch in erhaltenen Altbäumen können die Bestände durch Baumsanierungen gefährdet sein.