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Wanderfalke

Falco peregrinus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie
  • Rote Liste Hessen "stark gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "gefährdet"


LEBENSRAUM
Der Wanderfalke besiedelt nahezu alle Landschaftstypen, sofern sie ein ausreichendes Angebot an Beutetieren (vor allem mittelgroße Vögel) und Brutmöglichkeiten bieten. Die Population in Frankfurt brütet an Fernsehtürmen, Industrieschloten oder Hochhausfassaden. Jagende, umherstreifende oder durchziehende Wanderfalken können nahezu überall, meist aber in offener Feldflur oder an Gewässern angetroffen werden.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Im Jahre 1982 siedelte sich erstmals ein Wanderfalkenpaar am Ginnheimer Fernsehturm an, wo seitdem fast alljährlich Bruten stattfinden. Mitte der 90er Jahre wurde auch der Schornstein der Müllverbrennungsanlage in der Nordweststadt besiedelt. 2002 betrug der Brutbestand 5 Paare. Vor allem im Winter kann man mehr oder weniger regelmäßig Wanderfalken auf ihren Saisoneinstandsplätzen an Hochhäusern oder dem Dom beobachten.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Der Wanderfalke war Mitte der 60er Jahre des 20ten Jahrhunderts in kurzer Zeit in den meisten Ländern Europas nahezu verschwunden. Zum einen machte sich bei dieser Vogelart die Belastung der Nahrung mit DDT stark bemerkbar, zum anderen spielten direkte menschliche Nachstellungen eine ganz erhebliche Rolle. Nach einem Verbot von DDT und konsequenten Schutzmaßnahmen, in Hessen besonders stark gefördert durch Auswilderungen von in Gefangenschaft gezüchteten Tieren, ist der Bestand heute wieder auf das Niveau etwa der 50er Jahre angewachsen.