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Turmfalke

Falco tinnunculus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz


LEBENSRAUM
Der Turmfalke ist ein typischer Vogel der Siedlungen und offenen Agrarlandschaften, solange diese nicht völlig ausgeräumt sind. Seine Bruten finden an Gebäuden, in Felswänden oder in Baumnestern anderer Vögel (oft der Rabenkrähe) statt, gelegentlich auch auf Hochspannungsmasten. Künstliche Nisthilfen werden gern angenommen. In der Stadt ist der Turmfalke zumeist als Gebäudebrüter vertreten, häufig an Hochhäusern, Kirchen und größeren Gebäudekomplexen, an Industriebauwerken sowie anderen technischen Einrichtungen (Türme, Masten, Schornsteine etc.). In seinem Jagdgebiet, das mehrere Kilometer vom Nistplatz entfernt liegen kann, sucht er seine Nahrung - in erster Linie Mäuse - meist im charakteristischen Rüttelflug.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Nach dem Mäusebussard ist der Turmfalke der häufigste heimische Greifvogel und im gesamten Stadtgebiet verbreitet. Er meidet allerdings die geschlossenen Waldbereiche im Stadtwald. Der Bestand in Frankfurt wird auf etwa 50 Brutpaare geschätzt.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Der Turmfalke ist bei uns nicht akut gefährdet. Die Anzahl der Brutpaare ist vor allem vom Angebot an geeigneten Nistplätzen und von dort aus erreichbaren Jagdgebieten wie Industriebrachen, offenere Parks oder Agrarlandschaften abhängig. Viele Vögel fallen bei der Jagd an Straßenrändern dem Straßenverkehr zum Opfer.