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Steinkauz

Athene noctua

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
In Hessen besiedelt der Steinkauz ganz überwiegend Streuobstbestände oder halboffene Landschaften mit einzelnen Obstbäumen. Zu einem großen Teil finden die Bruten heute in künstlichen Niströhren statt, ansonsten bilden vor allem natürliche Baumhöhlen - vor allem in alten Obstbäumen - die Nistplätze. Als Nahrungsbiotope benötigt der Steinkauz kurzrasiges Grünland oder Ackerflächen in der Nähe der Brutplätze.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In den Streuobstgebieten der Außenbezirke Frankfurts, zum Beispiel im Schwanheimer und Sossenheimer Unterfeld, um Seckbach und am Berger Hang, ist der Steinkauz heute wieder ein vergleichsweise verbreiteter Brutvogel. Der Bestand ist recht gut bekannt und betrug 2004 insgesamt 29 Brutpaare, die 52 Jungvögel aufzogen.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Nach einem Bestandseinbruch in den 60er und 70er Jahren des 20ten Jahrhunderts besiedelt der Steinkauz heute in Hessen vornehmlich nur noch die südlichen Landesteile und dort schwerpunktmäßig die Niederungen. Durch die regionale Begrenzung der Vorkommen sowie weitere Verluste von Streuobstgebieten gilt er trotz deutlicher Bestandserholung als gefährdet. Hessen trägt aufgrund seiner regional hohen Bestände eine besondere Verantwortung für den bundesweiten Erhalt der Populationen.