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Sperber

Accipiter nisus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz


LEBENSRAUM
Als Greifvogel, der überwiegend kleine bis mittelgroße Vögel jagt, besiedelt der Sperber vor allem Wälder und strukturreiches halboffenes Gelände. Die meisten Horste befinden sich in Stangenhölzern von Nadelholzbeständen wie Fichte, Lärche und Kiefer. Seltener brüten Sperber auch in Feldgehölzen, Parks oder Gärten, wo ebenfalls meist dichte Gruppen von Nadelbäumen den Horststandort bilden. Vor allem außerhalb der Brutzeit kann man durchziehende oder umherstreifende Vögel fast überall antreffen, auch in offener Feldflur und - besonders im Winter - inmitten der Städte.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Im Stadtwald und Fechenheimer Wald kommt der Sperber verbreitet, aber nicht häufig vor, wobei die Horste meist in Kiefern-Stangenhölzern stehen. "Stadtsperber" sind im Winterhalbjahr fast überall im bebauten Bereich anzutreffen, selbst in kleinen Grünalgen zwischen den Hochhäusern.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Der Sperber gehörte in den 60er bis 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den am stärksten von Giftrückständen in seiner Nahrung belasteten Tieren und wurde zudem bejagt, was einen dramatischen Bestandsrückgang zur Folge hatte. Seit dem Verbot von DDT und anderen Umweltgiften sowie einem umfassenden Schutz haben sich die Bestände wieder erholt, und die Art gilt nicht mehr als akut gefährdet. Viele Sperber verunglücken aber in den Städten an Glasscheiben oder durch Kollision mit Fahrzeugen.