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Schwarzmilan

Milvus migrans

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie
  • Rote Liste Hessen "gefährdet"


LEBENSRAUM
Brutreviere des Schwarzmilans liegen bevorzugt in den großen Flussauen und den Niederungen. Besonders in Auwäldern und Galeriewäldern an großen Flüssen kommt es manchmal zu lokalen Konzentrationen der Brutpaare. Die Horste stehen meist auf Altbäumen, oft in exponierter Lage. Zur Nahrungssuche fliegen Schwarzmilane häufig an Gewässer, wo sie vor allem verendete Fische und anderes Aas aufnehmen. Auch Mülldeponien werden oft von ihnen besucht, aber auch die offene Feldflur.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In wenigen Paaren brütet der Schwarzmilan im Stadtwald, im Enkheimer-Bischofsheimer Wald sowie am Main auf der Griesheimer Schleuseninsel und bei Sindlingen.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Die größte Gefährdung geht von forstwirtschaftlichen Arbeiten und dadurch bedingten Veränderungen der Waldstruktur, vor allem Verlust lichter Altholzbestände, aus. Die Vorkommen in kleinen Galeriewäldern können durch Unterhaltungs- und Verkehrssicherungsmaßnahmen gefährdet sein. Der Rückgang offener Mülldeponien hat lokal zur Verknappung des Nahrungsangebotes geführt.