Logo FRANKFURT.de

Schleiereule

Tyto alba

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Auf der Vorwarnliste der Roten Liste Hessens


LEBENSRAUM
Als eine ursprünglich überwiegende Felsbewohnerin, hat sich die Schleiereule zu einem Kulturfolger entwickelt, der in unserem Raum fast ausschließlich in Gebäuden brütet. Besondere Bedeutung besitzen dabei solche mit einem weiträumigen Dachstuhl, wie Kirchen, Burgen und alte Scheunen. In letzteren geht die Art auch der Mäusejagd nach. Sie benötigt zur Jagd ein weitgehend offenes Gelände mit reichem Bestand an Kleinnagern oder anderen kleinen Beutetieren.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In den Stadtteilen außerhalb der geschlossenen Stadtbebauung und den Randbereichen des Stadtgebietes ist die Schleiereule stellenweise Brutvogel.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Bis in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts galt die Schleiereule als stark gefährdet, weil ihre Bestände fast überall infolge hoher Giftbelastung der Nahrung sowie Mangel an Brutmöglichkeiten, gelegentlich verstärkt durch kalte Winter, dramatisch abnahmen. Durch intensive Schutzmaßnahmen (Angebot von Nisthilfen) konnten sie sich aber vielerorts wieder gut erholen, so dass die Gefährdung zwar noch besteht, aber als nicht mehr so gravierend eingestuft wird.