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Mittelspecht

Dendrocopos medius

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung
  • Rote Liste Hessen und Deutschland "Vorwarnliste"


LEBENSRAUM
Mittelspechte bevorzugen bei der Nahrungssuche Bäume mit grober Rindenstruktur. Daher brüten sie hauptsächlich in Wäldern mit hohem Eichenanteil, vor allem in der Hartholzaue und in Eichen-Hainbuchenwäldern, in Bachauenwäldern mit Erlen und Weiden, aber auch in Buchenwäldern der unteren Mittelgebirgslagen sowie alten Streuobstbeständen. Die höchsten Dichten erreicht der Mittelspecht in Hessen in den Auwäldern der Rhein-Main-Ebene, die einen bundesweiten Verbreitungsschwerpunkt dieser Art darstellt.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
In den eichenreichen Teilen des Stadtwaldes und in den Wäldern in der Main- und der Niddaaue kommt der Mittelspecht verbreitet vor. Er besiedelt aber auch ausgedehnte Streuobstbestände wie den Berger Hang sowie stellenweise die Ufergehölze am Main.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Bis Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts nahm die Art infolge der Zerstörung geeigneter Lebensräume durch forstwirtschaftliche Nutzungen und ihre Umwandlung in Forsten aus schnellwüchsigen Nadelhölzern oder standortfremden Laubbäumen stark ab. Seither hat sich der Bestand aber wieder gut erholt und gilt heute nicht mehr als akut gefährdet.