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Mauereidechse

Podarcis muralis

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhang IV der FFH-Richtlinie
  • Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ("besonders geschützt")
  • Rote Liste Hessen und Deutschland "stark gefährdet"


LEBENSRAUM
Die Mauereidechse ist eine wärmeliebende Art, deren Hauptverbreitungsgebiet im Mittelmeerraum liegt und die bei uns in klimatisch begünstigten Lagen vorkommt. Sie besiedelt in unserem Raum Mauern (hauptsächlich Weinbergsmauern, aber auch Ruinen), vor allem klein strukturierte, offen verfugte Natursteinmauern mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten, sowie ähnliche Strukturen in felsigem und steinigem Gelände.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Bisher sind zwei Vorkommen in Frankfurt bekannt. Eines besteht im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs, das andere am Mainufer nahe der Europäischen Zentralbank.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Im Rahmen der Intensivierung der Nutzung und großflächigeren Bearbeitung der Weinberge wurden viele Trockenmauern beseitigt bzw. durch Betonmauern ersetzt. Viele fugenreiche Mauern wurden auch im besiedelten Bereich ersatzlos beseitigt oder durch fugenloses Mauerwerk ersetzt. Im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen wird vielfach altes Gemäuer verfugt. Neue Trockenmauern werden fast nicht mehr gebaut. Hinzu kommt eine erhebliche Giftbelastung der Nahrung infolge des Einsatzes chemischer Pflanzenbehandlungsmittel.