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Kleiner Wasserfrosch

Rana lessonae

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Rote Liste Hessen und Deutschland "Gefährdung anzunehmen" bzw. "Daten mangelhaft"
  • Anhang IV der FFH-Richtlinie


LEBENSRAUM
Im Gegensatz zu den nahe verwandten Arten Teichfrosch und Seefrosch ist der Kleine Wasserfrosch nicht so eng an Gewässer gebunden und meidet auch die Wälder nicht. Die Tiere wandern relativ weit umher und besiedeln auch kleine Gewässer wie Waldtümpel und Wagenspuren. Hauptsächlich sind sie an moorigen und sumpfigen Wiesen- und Waldweihern anzutreffen, wobei eine Vorliebe für kleinere, nährstoffarme, vegetationsreiche Gewässer erkennbar ist.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Der Kleine Wasserfrosch ist seltener als seine Verwandten. Gesicherte Vorkommen sind bisher nur aus dem Stadtwald bekannt. Dort ist er meist mit dem weit verbreiteten und im allgemeinen nicht seltenen Wasserfrosch (Rana kl. esculenta) vergesellschaftet.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Die meist kleinen Laichgewässer waren in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch Maßnahmen der Forstwirtschaft (Trockenlegung, Holzablagerung, Einschwemmung von Pestiziden) oder sowie durch Fischbesatz gefährdet. Sie verlanden vielfach schnell, und da die Dynamik einer natürlichen Gewässerneuentstehung in unserer Landschaft weitgehend unterbunden ist, nahm die Zahl potenzieller Laichgewässer ohne künstliche Hilfsmaßnahmen stetig ab.