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Kammmolch

Triturus cristatus

SCHUTZ UND GEFÄHRDUNG

  • Streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz
  • Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie
  • Rote Liste Hessen "stark gefährdet"
  • Rote Liste Deutschland "gefährdet"


LEBENSRAUM
Besonnte, mehrjährige Stillgewässer mit einer ausgeprägten Schwimmblatt- oder Unterwasservegetation sowie einer Gewässertiefe von über einem Meter sind bevorzugte Lebensräume des Kammmolches. Diese Ansprüche können in sehr unterschiedlichen Gewässertypen erfüllt sein. In der Regel verbringt er den größten Teils des Jahres im Wasser. Seine Landlebensräume können sich sowohl in strukturreichem Offenland als auch in Wäldern und Feldgehölzen befinden.

VORKOMMEN IN FRANKFURT AM MAIN
Da der Kammmolch aufgrund seiner verstecken Lebensweise und der Besiedlung schwer einsehbarer Gewässer oft schwer nachweisbar ist, sind die Vorkommen nur unzureichend bekannt. Früher war er in den Gewässern in und um Frankfurt weit verbreitet. Gesicherte Nachweise im letzten Jahrzehnt stammen aus dem Naturschutzgebiet "Seckbacher Ried" und dem Raum Bergen-Enkheim.

GEFÄHRDUNGSFAKTOREN
Die vom Kammmolch bevorzugten Gewässer-Lebensräume sind häufig durch Fischbesatz bzw. Umwandlung in Fischteiche mit intensiver Nutzung gefährdet. Sekundärlebensräume in Kiesgruben, Steinbrüchen etc. sind sowohl durch den laufenden Abbaubetrieb als auch durch Folgenutzungen (Wiederverfüllung) oder natürliche Sukzession gefährdet. Diese Gefährdung wird durch den Umstand verstärkt, dass viele Kammmolch-Vorkommen bereits sehr klein sind und isoliert voneinander liegen.